logoproa logobrosebaskets
« zurück zur News Übersicht
Mail
07. September

Baunach gewinnt überraschend eigenes Herbstturnier

Die Baunacher Zweitligabasketballer gewannen im Rahmen der Saisonvorbereitung überraschend ihr eigenes Herbstturnier und machten damit beste Werbung für die in drei Wochen beginnende ProA-Saison.

newsimagedetail

In einem spannenden Finale setzten sich die Grün-Weißen unter Head Coach Fabian Villmeter mit 73:70 (38:43) gegen den fränkischen Nachbarn rent4office Nürnberg durch. Den dritten Platz sicherten sich die NINERS Chemnitz, die im Halbfinale knapp mit 73:75 gegen Nürnberg unterlegen waren, durch einen 86:76-Erfolg über die Hebeisen White Wings Hanau.

Ohne die bei den Brose Baskets im Trainingslager weilenden Aleksej Nikolic, Tibor Taras, Malik Müller und Leon Kratzer sowie den verletzten Daniel Keppeler gingen die Young Pikes gegen den letztjährigen ProA-Halbfinalisten aus Nürnberg mit nur acht Spielern enorm ersatzgeschwächt ins Finale.

Von Beginn an entwickelte sich aber eine ausgeglichene, sehenswerte Partie. Daniel Schmidt sorgte nach fünf Spielminuten per erfolgreichen Distanzwurf für den 12:12-Zwischenstand. Der wie schon am Vortag toll aufspielende Johannes Thiemann (21 Punkte, 9 Rebounds, 4 Assists) erhielt Szenenapplaus, als er trotz Foul den Ball spektakulär durch die Reuse stopfte. Der verwandelte Bonusfreiwurf bedeutete zeitgleich den 19:20-Viertelstand. Auch der zweite Spielabschnitt gestaltete sich lange ausgeglichen (36:35, 17. Minute), erst zum Ende der ersten 20 Minuten zog Nürnberg leicht davon (38:43). Die Gäste erwischten den besseren Start in die zweite Hälfte und konnten den Vorsprung bis auf zwölf Punkte ausbauen (45:57, 25. Minute). Angeführt von Andi Obst, der drei Dreipunktewürfe versenkte, kam das junge Baunacher Team wieder näher heran und glich bis zum Viertelende mit viel Leidenschaft und Moral die Begegnung wieder aus (61:61). Im Schlussviertel konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen, die Defense beider Teams stand nun sattelfest. Nur noch der in der zweiten Halbzeit starke Obst fand Lücken in der Nürnberger Verteidigung und zog dreimal erfolgreich zum Korb. Auf diese Weise sorgte er auch 30 Sekunden vor Spielende für den 70:70-Ausgleich. Als Nürnberg, die ohne ihre Big Men Robert Oehle und Erik Land antraten, seinen letzten Angriff nicht erfolgreich abschließen konnte, schlug auf der Gegenseite die Stunde des erst 17-jährigen Moritz Sanders: Mit der Schlusssirene verwandelte der Power Forward eiskalt seinen vierten Dreier zum viel umjubelten 73:70 und belohnte sich und sein Team für eine starke Leistung. So war es auch dem Youngster persönlich vorbehalten, bei den Siegerehrung durch FC-Vorstand Volker Dumsky den Pokal der Druckerei Distler in Empfang zu nehmen.

Am Vortag kam Baunach im Halbfinale des Herbstturniers gegen den ProA-Aufsteiger Hanau gut ins Spiel und erspielte sich zügig eine solide 22:14 Führung. Hanau konterte aber mit acht Punkten in Folge und glich die Partie wieder aus, ehe die Gastgeber mit einem 11:0-Lauf auf 33:22 davonzogen (16. Minute). Besonders Johannes Thiemann und der erst 17-jährige Arnoldas Kulboka, der mit einem Alley-Oop nach Zuspiel von Daniel Schmidt für das Highlight der ersten Halbzeit sorgte, drückten in dieser Phase dem Spiel ihren Stempel auf. Dank eines Buzzer Beaters von Dino Dizdarevic ging es schließlich mit einem 44:31 in die Pause. Nach schönen Ballstafetten in den ersten 20 Minuten kam im dritten Viertel ein Bruch ins Spiel der Grün-Weißen, die aus den erwähnten Gründen auch schon am Samstag mit einen dezimierten Kader aufliefen, der mit zahlreichen Spielern aus der NBBL ergänzt wurde. Hanau nutzte in der Folgezeit die Fehler der Young Pikes gnadenlos aus und kam Punkt um Punkt näher (48:44, 25. Minute). Bis zum Viertelende wendete sich das Blatt sogar komplett, so dass der Aufsteiger gar mit einer 53:51 Führung in die letzten zehn Minuten ging. Nach und nach kam Baunach aber unter der Regie von Daniel Schmidt (10 Punkte, 6 Assists) wieder in die Spur (61:56, 34. Minute) und nach einem erfolgreichen Treffer des Point Guards aus der Distanz zum 68:58 bog das talentierte, aber noch unerfahrene Baunacher Team zweieinhalb Minuten vor dem Ende endgültig auf die Siegesstraße ein. Die Hanauer Schlussoffensive kam zu spät und so konnte die junge Mannschaft um den überragenden Teamkapitän Johannes Thiemann (21 Punkte, 12 Rebounds) letztendlich einen verdienten 72:68 Sieg und den damit verbundenen Finaleinzug des Herbstturniers feiern.

Für Baunach spielten gegen Hanau: Thiemann (21 Punkte), Kulboka (14), Dizdarevic (11), Obst (11), Schmidt (10), Sanders (3), Edwardsson (1), Uysal (1), Kunz, Mandana

Für Baunach spielten gegen Nürnberg: Thiemann (24 Punkte), Obst (17), Sanders (13), Fichtner (6), Kulboka (6), Schmidt (5 Punkte, 7 Assists), Dizdarevic (2), Uysal