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31. Januar

Richtungweisendes Spiel am Hallo

Zu einem sehr interessanten Vergleich kommt es am Samstag um 19:30 Uhr in der Sporthalle am Hallo in Essen, wenn die beiden Tabellennachbarn Essen und Baunach aufeinandertreffen. Beide Teams stecken tief im Abstiegskampf und benötigen dringend Siege, um auch in der kommenden Saison der 2. Basketball-Bundesliga ProA anzugehören.

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Mit jeweils fünf Siegen zieren sie das Tabellenende, nur die abgeschlagenen Dresden Titans liegen noch hinter ihnen. Da zwei Teams den bitteren Gang in die ProB antreten müssen, wird es wohl auf einen Zweikampf beider Teams hinauslaufen, es sei denn Ehingen oder Nürnberg, die bereits sieben Siege erreichen konnten, schwächeln noch in den letzten Begegnungen in dieser Saison. Noch ist ein Drittel aller Begegnungen zu spielen, trotzdem könnte die Partie am Samstag wegweisenden Charakter haben, denn bei einem Sieg der Baunacher würde gleichzeitig auch der direkte Vergleich auf Seiten der Grün/Weißen liegen, was enorm wichtig wäre und Essen schon gewaltig unter Zugzwang bringen würde. Der Druck liegt also eindeutig mehr bei den Hausherren, die eigentlich fast zum Siegen verdammt sind. Allerdings haben die Gastgeber auch den riesigen Vorteil in ihrer Heimhalle am Hallo antreten zu dürfen. Wie unangenehm die ETB Wohnbau Baskets dort zu spielen sind, mussten die Young Pikes bereits zweimal erfahren, denn sowohl in der Saison 2014/2015 (78:63) als auch in der Saison 2015/2016 (91:67) hat man jeweils deutlich verloren.

Essen scheint kein gutes Pflaster für die Baunacher zu sein. Dennoch hofft man gerade in dieser wichtigen Partie wieder einmal in Bestbesetzung antreten zu können, um so alles in die Waagschale werfen zu können. Wie die Young Pikes dann mit der Drucksituation umgehen, werden die spannenden 40 Minuten auf dem Parkett zeigen. Die Gastgeber können sich dabei auf einen extrem erfahrenen und abgezockten Spieler verlassen, der beim 70:58-Heimspielerfolg der Baunacher noch angeschlagen passen musste. Aufbauspieler Chris Alexander, mit 20,1 Punkten pro Spiel der aktuelle Topscorer der ProA, lebt für solche Spiele und wird den Gästen in der Verteidigung alles abverlangen. Auch seine drei Landsleute Ashton Moore, Eric Thompson und Maurice Creek strahlen viel Gefahr in der Offensive aus und so darf man sich sicherlich nicht nur auf Alexander konzentrieren. Die beiden Brüder Yannick und Robin Lodders tragen die Hauptlast auf den deutschen Positionen, wobei noch unsicher ist ob Yannick Lodders auflaufen darf, da er im letzten Spiel disqualifiziert wurde.

Die Spieler von Trainer Fabian Villmeter, der trotz der prekären Tabellensituation nie den Glauben an sein Team verloren hat, müssen aber ohnehin mehr auf ihre eigene Leistung schauen. Sollten alle Spieler ihr sicherlich vorhandenes Potential abrufen können, kann auch in Essen ein wichtiger Auswärtserfolg gelingen. Und selbst wenn nicht, hat man noch zehn weitere Begegnungen Zeit, um noch den ein oder anderen Sieg einzufahren. Allerdings sollte man zumindest den direkten Vergleich für sich entscheiden, der bei Punktgleichheit am Ende den Ausschlag über Abstieg oder Nichtabstieg geben könnte. Marschrute muss es sein von Spiel zu Spiel zu schauen und trotz des Zieles Klassenerhalt die Entwicklung der jungen Talente nicht aus den Augen zu verlieren.