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5. Spieltag 2017/2018
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21. Oktober

Baunach geht am Ende die Luft aus

Es wurde leider wieder nichts mit dem erhofften ersten Saisonsieg für die Baunach Young Pikes in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Nach einer sehr guten ersten Halbzeit brach man im Schlussviertel komplett ein und verlor dieses mit 6:23. So stand am Ende ein 67:78 Erfolg für die Gäste aus dem Rheinland, die sich durch ihre gute Verteidigung in den letzten zehn Minuten den Sieg verdient hatten.

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Wie schon im ersten Heimspiel gegen die Kirchheim Knights deuteten die jungen Hechte ihr großes Potential an, schafften es aber nicht ihre Qualität für 40 Minuten auf das Parkett zu bringen. Das Team des Trainergespanns Villmeter/Völkl musste in diesem Spiel auf Louis Olinde und Eddy Edigin verzichten, die beim großen Bruder Brose Bamberg in Ludwigsburg im Kader standen. Da auch Kay Bruhnke geschont werden musste, standen nur drei deutsche Spieler zur Verfügung. Der Kader wurde mit den Doppellizenzspielern Nicholas Tischler und Andreas Nicklaus aufgefüllt, die aber jeweils nur für ein paar Sekunden zum Einsatz kamen. So musste man mit einer 8er Rotation das Spiel bestreiten, was sich am Ende rächen sollte. Allerdings wollte Trainer Fabian Villmeter dies nicht als Entschuldigung gelten lassen:“ Wir haben es leider nicht geschafft unsere offensiven Qualitäten auch in der zweiten Halbzeit zu zeigen. Das hatte nicht nur konditionelle Gründe. Es muss uns gelingen unsere Spielzüge mit dem richtigen Tempo zu laufen, auch wenn die Beine etwas schwerer werden. Zudem dürfen wir nicht anfangen zu zweifeln, sobald der Gegner einen Lauf bekommt. Daran müssen wir arbeiten, dann werden sich auch bald die dringend nötigen Ergebnisse einstellen. Dies wäre für das Selbstvertrauen der jungen Truppe ebenfalls sehr wichtig.“

Dagegen gelang den Baunachern in der ersten Hälfte fast Alles. Angetrieben vom Guard-Duo McDowell-White/Fowler konnte man viele Schnellangriffe laufen und der Ball wurde schnell bewegt, so dass sich viele freie Würfe ergaben. Die Kölner hatten im Gegensatz dazu das Glück und das Können, viele schwere Würfe gerade noch mit Ablauf der 24-Sekundenuhr zu verwandeln, sodass das Spiel nach den ersten zehn Minuten (20:18) noch relativ ausgeglichen war. Im zweiten Viertel waren die Young Pikes dann fast nicht zu stoppen: Zur Freude der begeisterten Fans gelang es ihnen auf 41:26 (17. Minute) davonzuziehen und sie zeigten dabei herrliche Spielzüge. Erst nach zwei Auszeiten gelang es Gästecoach Denis Wucherer mit einigen lautstarken Worten sein Team wieder aufzurichten und so konnten die Rheinstars bis zur Halbzeitstand von 44:33 verkürzen. Nach dem Wechsel konnten die Gastgeber ihren Vorsprung vor allem durch Einzelaktionen von Chris Fowler und Tibor Taras bis zur 27. Minute bis auf 55:42 ausbauen. Dann jedoch kam Sand ins Getriebe und die Kölner legten in der Verteidigung deutlich zu. Bis auf 55:50 kamen sie in der 28. Minute heran, bevor Daniel Keppeler mit einem krachenden Dunking kurz vor dem Viertelende nochmals auf 61:52 erhöhen konnte.

Ein Dreier von Bekteshi fast mit der Sirene sorgte dann aber nur noch für eine 6 Punkte Führung vor den finalen zehn Minuten. Bis zur 34. Minuten konnte man die Führung noch knapp verteidigen (63:60), doch nun brachen alle Dämme. Mit einem 18:0 Lauf rissen die RheinStars die Begegnung an sich und gingen so als Sieger vom Feld. Die enttäuschten Baunach Young Pikes schafften es erneut nicht im Schlussspurt dagegen zu halten und brachten sich so um den verdienten Lohn. Während Gästecoach Wucherer nach dem Spiel die gute Baunacher Leistung über drei Viertel lobte („Baunach ist die Mannschaft mit dem höchsten Basketballverständnis in der ProA, wenn man sie spielen lässt!“), war Fabian Villmeter richtig bedient: „Diese Niederlage ist extrem schwer zu schlucken. Köln hat mit einer tiefen Rotation am Ende viel physischer als wir gespielt und wir haben zu wenig Emotionen dagegen gesetzt, das muss sich ändern.“

Die Gelegenheit dazu hat sein Team bereits am Freitag beim schweren Auswärtsspiel in Hanau, bevor man dann nur vier Tage später beim nächsten Heimspiel am Reformationstag gegen die OrangeAcademy aus Ulm (19 Uhr) schon fast zum Siegen verdammt ist, will man nicht bis Weihnachten auf den Abstiegsplätzen festsitzen.

Baunach Young Pikes: Taras 17, Ferguson 14, Fowler 12, McDowell-White 7, Gomila 6, Keppeler 6, Edwardsson 3, Drell 2, Tischler, Nicklaus

RheinStars Köln: Vest 18, Gilder-Tilbury 17, Ramsey 11, Bekteshi 11, Heinzmann 7, Baeck 5, Wank 4, Foster 3, Di Leo2, Van Laack, Gottschalk