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19. Spieltag 2017/2018
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20. Januar

Unglückliche Niederlage für tapfer kämpfende Young Pikes

Viel Schulterklopfen und Anerkennnung, aber auch Bedauern und Trost gab es am Samstagabend in der Hamburger edel-optics.de-Arena für die Baunach Young Pikes, doch am Ende standen sie nach einer kämpferisch starken Leistung über drei Viertel mit leeren Händen da, denn sie unterlagen vor 3064 Zuschauern den einheimischen Towers mit 82:79. An ihrer Ausgangslage der 2. Basketball-Bundesliga ProA hat sich aber nichts geändert, denn die Oberfranken liegen weiterhin nur zwei Punkte hinter der Orange Academy aus Ulm auf dem ersten Abstiegsplatz.

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Die Gäste, die auf Topscorer Louis Olinde (Einsatz bei Brose Bamberg) und den kurzfristig abgereisten Gerard Gomila (Trauerfall in der Familie) verzichten mussten, starteten gleich gut in die Partie. Über 9:4 (4. Minute) zogen sie auf 17:9 (7.) davon und zwangen Hamburgs Coach Attarbashi zu einer frühen Auszeit. Obwohl Neuzugang Jannik Freese die ersten beide Körbe der Gastgeber erzielt hatte, wirkten die Gastgeber noch nicht eingespielt (sechs Ballverluste im 1. Viertel), sodass die Young Pikes vor allem durch Eddy Edigin, den gleichmässig punktenden Tibor Taras und Henri Drell eine 24:15 Führung nach dem ersten Abschnitt verbuchen konnten.

Rob Ferguson, der vor der Begegnung offiziell von den Towers verabschiedet wurde, zeigte nun, warum er jahrelang Publikumsliebling in der Hansestadt gewesen war und erhöhte den Vorsprung bis auf 42:27 (18.). Allerdings hatte Daniel Keppeler zu diesem Zeitpunkt schon vier Fouls auf seinem Konto und ließ man die Norddeutschen nach vergebenen Freiwürfen und einem leichtfertigen Ballverlust bis zur Pause auf 44:33 herankommen. Nach dem Wechsel sahen die einheimischen Fans dann eine wesentlich aggressivere Mannschaft, während die jungen Gäste von der plötzlichen Härte sichtlich überrascht wirkten. Innerhalb kürzester Zeit kam Hamburg auf 43:49 (24.) heran und in der 26. Minute konnte Jonathon Williams mit seinem 18. und 19. Punkt sein Team erstmals mit 54:53 in Führung bringen. Allein Williams durfte 14 mal (insgesamt 37 Freiwürfe) an die Linie, während Baunach am Ende nur fünf (!) Freiwürfe zu verzeichnen hatte. So konnte die Gastgeber nach acht Ballverlusten in diesem Viertel und einem unsportlichen Foul nach 30 Minuten auf 64:59 davon ziehen.

Im letzten Abschnitt aber hatten sich die körperlich weit unterlegenen Young Pikes wieder gefangen und hielten nun voll dagegen. Vor allem Ferguson, der seine mit Abstand beste Saisonleistung bot, drehte nun auf und brachte mit einem Dreier zum 66:67 (34.) die Baunacher wieder in Front. Nach weiteren Dreiern des Oldies (insgesamt 5 von 5!) führte Baunach 80 Sekunden vor Ende mit 79:75, doch nach einem Fehler beim Einwurf und einem weiteren Foul gegen die Youngsters (Foulverhältnis 13:28!) konnten die Towers nach Freiwürfen mit 80:79 das Blatt noch einmal wenden. Den letzten Angriff spielte die Truppe von Coach Mario Dugandzic allerdings nicht sehr erfolgsversprechend aus, sodass Canty nach einem unsportlichen Foul den heiß ersehnten Erfolg der Hanseaten perfekt machen konnte, die damit ihre Playoff-Ambitionen weiter verfolgen dürfen.

Coach Dugandzic beklagte nach dem Spiel das ungewöhnliche Foulverhältnis und die daraus resultierende Freiwurfanzahl: „Doch das ist nicht der Grund für unsere Niederlage, sondern der verpasste Defensivrebound und der Fehler beim Einwurf in der Schlussphase. Allerdings sollten unsere jungen Spieler schon besser geschützt werden, aber das müssen wir als Ausbildungsverein noch lernen und besser damit umgehen.“ Die nächste Chance dazu bietet sich am nächsten Samstag, wenn die zurzeit auf einer Erfolgswelle schwimmenden Gladiators aus Trier um 19:00 Uhr in der Graf-Stauffenberg-Halle gastieren.

Hamburg Towers: Williams (21 Punkte), Vrabac (15/1 Dreier), Logins (13/3), Canty (9/1), Schmidt (6), Kindzeka (5/1), Kovacevic (5/1), Freese (5), Fritz (3), Gertz, Wolf

Baunach Young Pikes: Ferguson (27/5), Taras (17/1), Drell (12/2), Edigin (10), Keppeler (6), McDowell-White (4), Fowler (3/1), Bruhnke, Wolf