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22. Spieltag 2017/2018
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09. Februar

Schade, da war mehr drin für Baunach

Nach einer tollen kämpferischen Leistung unterlagen die stark ersatzgeschwächten Baunach Young Pikes in der 2. Basketball-Bundesliga ProA unglücklich mit 78:80 bei den Uni Baskets Paderborn und bleiben damit weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz, während sich die Baskets mit diesem Erfolg den Klassenerhalt gesichert haben dürften. 

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Die Young Pikes, die auf Kay Bruhnke und Henri Drell (Adidas Next Generation Tournament in München) sowie Louis Olinde und Eddy Edigin (Euroleague mit Brose Bamberg in Istanbul) verzichten mussten, starteten vor 1211 Zuschauern sehr gut in die Partie. Bestens eingestellt von Coach Mario Dugandzic gingen sie nach zwei Dreiern von William McDowell-White mit 12:2 (4. Minute) in Führung, bevor die sichtlich überraschten Gastgeber reagieren konnten.

Zwei Dreier von Maxi Kuhle brachten die Wende und schon zu diesem Zeitpunkt der Begegnung wurde die körperliche Überlegenheit der Uni Baskets unter den Körben deutlich, sodass sie mit einer 21:19 Führung in die erste Viertelpause gehen konnten. Im zweiten Abschnitt zogen die Schützlinge von Uli Naechster in der Verteidigung noch an und zwangen die Gäste immer häufiger zu schwierigen Abschlüssen. Der an diesem Tage nicht zu stoppende Ethan O´Day und Morgan Grim setzten sich immer wieder in der Zone durch und bauten den Vorsprung auf 35:29 (17.) aus, obwohl sich Daniel Keppeler, der durch die frühe Foulbelastung von Rob Ferguson lange Zeit auf dem Feld stehen musste, mit aller Macht dagegen stemmte und am Ende elf Defensivrebounds verbuchen konnte. Tibor Taras, Chris Fowler und vor allem McDowell-White aber machten deutlich, dass sie sich an diesem Tage durchaus etwas ausgerechnet hatten und brachten ihr Team bis zur Halbzeit wieder auf 39:37 heran. Auch nach der Pause nahmen die Oberfranken diesen Schwung mit aufs Parkett und zogen nach einem Dreier von Taras wieder mit 45:42 (24.) in Front. Die ordentlich Dreierquote von 40 % (8 Treffer bei 20 Versuchen) und ein immer besser treffender Nico Wolf waren auch die Hauptgründe, warum die jungen Hechte nach dem 3. Viertel beim Stand von 59:57 immer noch in der Partie waren.

Negativ hatte sich allerdings nach einigen ungeschickten Abwehraktionen die Foulbelastung ausgewirkt, sodass Paderborn bis dahin wesentlich häüfiger (14:7) an der Freiwurflinie stehen durfte als die Gäste. Diese Problematik verschärfte sich noch im letzten Viertel nach dem 4. Foul von Ferguson, was die Gastgeber auch weidlich ausnutzten, um bis zur 35. Minute mit 71:63 davonzuziehen. Doch wer nun mit einem klaren Heimsieg gerechnet hatte, musste sich eines Besseren belehren lassen. Jetzt erhöhten die Young Pikes wieder die Schlagzahl in der Verteidigung und suchten im Angriff vermehrt den Weg zum Korb. Da man an der Freiwurflinie insgesamt 16 von 17 Versuchen verwerten konnte, kam man Stück für Stück wieder heran und glich durch zwei Freiwürfe von McDowell-White zum 76:76 (38.) aus. Nun entwickelte sich ein richtiger Krimi, bei dem beide Teams einige Chancen zur Führung ausließen. Erst Devonte Brown gelang dies 43 Sekunden vor dem Ende, doch erneut konnte der Australier im Baunacher Trikot mit Freiwürfen ausgleichen. Brown war es auch, der bei noch sechs Sekunden Spielzeit einer schwierigen Wurf zum 80:78 verwandelte. Nach einer Auszeit wollten die Gäste den Sieg, doch Taras traf den vielleicht etwas zu überhastet genommenen Dreier nicht, sodass man sich für eine starke Vorstellung nicht belohnen konnte.

Mario Dugandzic analysierte nach der Partie: „Das waren schwere Voraussetzungen für uns, da wir eine ungewohnte Rotation auf den großen Positionen finden musste. Doch wir hatten während des gesamten Spiels immer Hoffnung auf einen Sieg, da der Rückstand nie größer als einstellig war. Natürlich ist das eine sehr unglückliche Niederlage, aber da es auch um die Entwicklung junger Talente geht, ist es vollkommen in Ordnung, wenn wir Spieler abstellen müssen, egal ob sie dann eingesetzt werden oder nicht. Wir hatten auch so eine gute Truppe beisammen und hätten gewinnen können. Außerdem ist so eine Situation immer eine Chance für die anderen Spieler, wie heute zum Beispiel Felix Edwardsson, der dadurch mehr Spielzeit bekommen konnte.“ Allerdings wird der Druck gewinnen zu müssen, nicht kleiner, wenn man am nächsten Samstag um 19 Uhr die Hanau White Wings empfängt, auch wenn da die Aussicht besteht, mal wieder komplett antreten zu können.

Paderborn: O´Day (25 Punkte), Brown (17/1 Dreier), Grim (11), Kuhle (8/2), Voigtmann (7), Prewster (6), Daubner (2), Buntic (2), Kahl (2), Wolf, Cotton

Baunach: McDowell-White (18/2), Taras (18/2), Fowler (16/1), Wolf (9/1), Ferguson (7/1), Keppeler (5), Edwardsson (3/1), Überall (2), Gomila