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28. Spieltag 2017/2018
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18. März

Wahnsinnskrimi in Ulm: Baunach gewinnt nach Verlängerung

Wer hätte das gedacht: Zwei Spieltage vor Saisonende stehen die Baunach Young Pikes nach einem dramatischen 92:90 Erfolg nach Verlängerung bei der OrangeAcademie in Ulm erstmals nach langer Zeit nicht mehr auf einem Abstiegsplatz in der 2. Basketball-Bundesliga ProA und können nun aus eigener Kraft den Klassenerhalt schaffen. Dabei profitierten sie auch von der unglücklichen 80:82 Niederlage der Ehinger gegen Heidelberg.

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Beiden Teams merkte man sofort an, was auf dem Spiel stand, denn sie starteten konzentriert und sehr engagiert in die Partie. William McDowell-White konnte mit drei Freiwürfen seine Mannschaft gleich in Führung bringen. Nach dem 5:5 (3. Minute) ließen die Gäste aber einige freie Würfe ungenutzt, sodass die OrangeAcademie auf 12:5 davon zog und Baunachs Coach Mario Dugandzic zu einer ersten Auszeit gezwungen war. Dennoch konnten die Ulmer die Führung auf 17:5 (7.) ausbauen, da vor allem Ferner in der Anfangsphase nicht zu stoppen war. Erst dann kam man wieder besser ins Spiel, doch Ulm konnte eine 25:19 Führung mit in die erste Viertelpause nehmen. In der hatte Dugandzic scheinbar die richtigen Worte gefunden, denn nun verkürzten die jungen Hechte recht schnell den Rückstand auf 25:24 und Rob Ferguson brachte sein Team mit 26:25 nach vorne. Da den Gastgebern bis zur 16. Minute kein Feldkorb gelang, konnte der Vorsprung auf 31:26 ausgebaut werden und Louis Olinde, der eine lange Anlaufphase gebraucht hatte, brachte sein Team mit acht Punkten in Folge erstmals zweistellig (29:39) in Front (18.). Zwar konnten die Ulmer nun wieder verkürzen, aber da man im Offensivrebound sehr gut gearbeitet hatte, ging man mit einer 44:38 Führung in die Kabinen.

Nach der Pause änderte sich zunächst nicht viel am Spielstand. Zwei Dreier von Olinde beantwortete David Krämer mit schnellen Korblegern, nachdem die Baunacher zu langsam auf Verteidigung umgeschaltet hatten. Bis zur 27. Minute pendelte sich der Vorsprung auf sechs bzw. acht Punkte ein, bevor Nico Wolf mit einem Dreier für eine 67:57 Führung nach 30 Minuten sorgte. Das 4. Viertel eröffnete Olinde mit einem Korbleger, doch dann kamen die Schützlinge von Dani Janson auf 61:69 heran. Jetzt tat sich einige Minuten recht wenig, da die Young Pikes Probleme gegen die 1:3:1- Zonenabwehr der Ulmer bekamen, die ihrerseits klare Chancen ausließen. Erst Krämer verkürzte in der 36. Minute auf 67:71 und nach einem Dreier von Mittmann war die Partie wieder völlig offen. In den Schlussminuten entwickelte sich nun ein wahrer Krimi, in dem die Führung ständig wechselte. 80 Sekunden vor dem Ende war McDowell-White zum 78:79 erfolgreich und als Wolf 50 Sekunden vor der Sirene das 80:82 durch ein Dreipunktespiel erzielt hatte, sah alles nach einem Baunacher Erfolg aus, zumal ein wilder Dreier von Krämer vorbei segelte. Doch Pape sicherte sich den Ball und wurde 1,8 Sekunden vor Schluss gefoult. Nervenstark verwandelte er beide Freiwürfe, sodass es in die Verlängerung ging. Ein Dreier des Baunacher Australiers und ein Korbleger von Routinier Ferguson beruhigten in der Overtime beim Stand von 82:87 ein wenig die angespannten Baunacher Nerven. Doch das Drama ging weiter, denn der Aufsteiger kam wieder heran, bevor Chris Fowler mit zwei Korbeger in der 45. Minute die 91:88 Führung brachte. Nach einem Foul traf McDowell-White vorentscheidend den ersten Freiwurf zum 92:88, sodass Mittmann nur noch zum Endstand von 90:92 verkürzen konnte. Ein überglücklicher Louis Olinde bemerkte nach dem Spiel: „Natürlich war es für mich schwer, wenn man nicht mit dem Team trainiert, aber die Jungs haben es mir leicht gemacht, ins Spiel zu finden. Am Schluss war es eine Sache des Willens – wir wollten den Sieg mehr, haben die Rebounds geholt und die Korbleger getroffen. Wenn wir die letzten beiden Spiele gewinnen, sieht es gut aus mit dem Klassenerhalt“. Teammanger Jörg Mausolf jubelte: „Kampf, Glaube und Einstellung haben bis zum Schluss gepasst. Jetzt brauchen wir eine volle Hütte am nächsten Samstag, um das bis vor Kurzem noch Unmögliche möglich zu machen.“ Die Freude trübte ein wenig die Tatsache, dass Eddy Edigin mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus musste.

Orange Academy Ulm: Krämer (24/2 Dreier), Ferner (22/2), Pongo (15), Mittmann (8/2), Pape (7/1), Philipps (6), Rohwer (4), Bretzel (4), Möbus, Stoll /

Baunach Young Pikes: Olinde (29/3), McDowell-White (19/2), Wolf (11/2), Drell (9), Fowler (7), Ferguson (6), Edigin (6), Gomila (5/1), Keppeler