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19. Spieltag 2018/2019
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19. Januar

Dem Spitzenreiter alles abverlangt

Einen harten Kampf lieferten die Baunach Young Pikes in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA dem Tabellenführer Niners Chemnitz. Am Ende unterlagen sie vor 950 Zuschauern unglücklich mit 73:76, können aber mit einem positiven Gefühl in die letzten elf Partien der Saison gehen.

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Im ersten Viertel aber schien Chemnitz seiner Favoritenrolle gerecht zu werden, denn der Aufstiegskandidat zog gleich mit 8:0 in Front. Zu ängstlich agierten die Young Pikes in dieser Phase, sodass Felix Czerny frühzeitig eine Auszeit nehmen musste. Obwohl danach die Partie ausgeglichen verlief, mussten sich seine Jungs jeden Punkt mühsam erkämpfen, zumal sie sich oft in Einzelaktionen verzettelten. So ging es beim Stand von 9:17 in den zweiten Abschnitt. Jetzt lief es bei den Gastgebern wesentlich besser, während die Niners einige klare Chancen unkonzentriert liegen ließen. Marvin Heckel, der diesmal die Hauptlast im Aufbauspiel tragen musste, war es, der den Rückstand bis zur 16. Minute mit einem schönen Drive zum Korb bis auf einen Zähler (25:26) verkürzen konnte. Auch in den letzten Minuten vor der Pause waren die Pikes vor allem durch Kristian Kullamäe, der unter den Augen seines Vaters Gert neun Punkte in diesem Viertel erzielte, ebenbürtig und beim Halbzeitstand von 35:36 war die Partie wieder völlig offen. Nach dem Seitenwechsel ging die Aufholjagd weiter und in der 24. Minute konnte Adam Pechacek, der wieder eine starke Leistung (9 Rebounds) ablieferte, sein Team erstmals mit 41:40 in Führung bringen. Prompt antworteten die Sachsen in Person des besten Dreierschützen der Liga, denn Malte Ziegenhagen wendete mit zwei Dreiern wieder das Blatt und bis zum Ende des 3. Viertels hatten die Schützlinge von Rodrigo Pastore mit 55:48 erneut die Nase vorne.

Felix Edwardsson, der seine beste Saisonleistung ablieferte, eröffnete gleich mit einem Dreier den Schlussabschnitt und zeigte den begeisterten Fans, dass die Baunacher überhaupt nicht gewillt waren, gegen den souveränen Spitzenreiter klein beizugeben und mit einem weiteren Treffer aus der Distanz zum 62:63 (36. Minute) gab er das Signal für eine dramatische Schlussphase. Immer wenn die Baunacher drauf und dran waren, das Spiel zu drehen, antwortete Chemnitz vor allem durch Elliott und Richter. Nico Wolf, der zu seinem zweiten Saisoneinsatz kam, erzielte 23 Sekunden vor dem Ende seinen vierten Dreier (von 5 Versuchen) zum 73:74, doch nach einem Foul bei noch drei Sekunden auf der Uhr, blieb Ziegenhagen nervenstark an der Freiwurflinie und verwandelte beide Versuche. Der letzte Wurf von Wolf verfehlte ganz knapp das Ziel, sodass die enttäuschten Youngster, die aufopferungsvoll bis zum Schluss gekämpft hatten, keine Verlängerung mehr erreichen konnten.

Dennoch war Baunachs Coach Felix Czerny bei der Pressekonferenz stolz: “Die Jungs hätten es verdient gehabt, etwas Zählbares mitzunehmen. Wir haben viele Sachen gut gemacht, weniger als 10 Ballverluste gemacht und 87 Prozent Freiwürfe getroffen und man sah auch, dass wir spielerisch kontinuierlich besser werden.“ Schon am kommenden Sonntag steht das nächste Heimspiel gegen Trier (18 Uhr) auf dem Programm, vielleicht tragen dann die Fortschritte auch die notwendigen Früchte im Kampf gegen den Abstieg.

Baunach Young Pikes: Pechacek (15 Punkte), Kullamäe (15/1 Dreier), Wolf (12/4), Drell (11/1), Edwardsson (9/3), Seric (7/1), Heckel (4), Keppeler, Baggette.

NINERS Chemnitz: Richter (18), Ziegenhagen (14/2), Lodders (9), Wanke (9/1), Scott (8/2), Elliott (8/2), Matthews (6), Gilder-Tilbury (4), Voigtmann, Fortune