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1. Spieltag 2015/2016
:
(18:22, 14:23, 21:17, 25:6)
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26. September

Ersatzgeschwächte Baunacher unterliegen beim Bundesligaabsteiger

Trotz einer über weite Strecken hervorragenden Leistung mussten sich die Baunach Young Pikes in ihrem ersten ProA-Saisonspiel vor über 1800 Zuschauern in Trier mit 78:68 geschlagen geben.

Dabei machte sich zum Ende hin der ausgedünnte Kader bemerkbar, denn man konnte nur mit einer sehr kurzen Rotation agieren. Neben den verletzten Aleksej Nikolic (Operation an der Leiste), Daniel Keppeler (Fußbruch) und Jordan Dumars (Knieprobleme) konnte Trainer Fabian Villmeter auch nicht auf Arnoldas Kulboka zurückgreifen, da die Freigabe der FIBA nicht rechtzeitig vorlag. Malik Müller durfte sich durch seine guten Leistungen mit den Brose Baskets auf den Supercup gegen Oldenburg vorbereiten.

Ohne diese fünf Spieler dauerte es ein wenig, bis man in der großen Arena ins Spiel fand. Die Gladiators gingen mit einem Blitzstart 4:0 in Führung, ehe die Youngster aus Baunach, angeführt von einem sehr gut aufgelegtem Daniel Schmidt, das Spiel in die Hand nahmen. Hervorragend vom neuen Trainergespann Villmeter/Völkl eingestellt, konnte man in der 5. Minute durch Leon Kratzer zum 13:13 ausgleichen. Die Pikes verteidigten couragiert und ein Dreier von Dion Dizdarevic brachte die 22:18 Führung nach den ersten 10 Minuten. Auch im zweiten Viertel konnte man an die gute Leistung anknüpfen. So vergrößerte sich der Vorsprung Punkt um Punkt und nach einem Korbleger von Daniel Schmidt zum 18:27 hatte man sich erstmals etwas abgesetzt. Den Vorsprung der Grün-Weißen konnte dann der Knetzgauer Matthias Fichtner konnte in seinen ersten ProA-Minuten mit einem Dreier sogar bis auf 39:25 ausbauen. So ergab sich zur Pause eine überraschende 45:32 Führung, wobei Leon Kratzer mit 10 Punkten und 7 rebounds eine tolle erste Hälfte abgeliefert hatte, aber auch Tibor Taraš mit 7 Punkten überzeugte. Fabian Villmeter warnte sein Team in der Pausenansprache, dass man trotz der kleinen Rotation mit der gleichen Intensität aus der Kabine kommen müsse, um den Hausherren kein Comeback zu erlauben. Diese Vorhabe wurde bravurös umgesetzt, denn mit hoher Konzentration und großer Laufbereitschaft in der Verteidigung wurde der Vorsprung nicht nur verteidigt, sondern bis zur 27. Minute durch den unermüdlich kämpfenden Johannes Thiemann sogar noch auf 62:44 ausgebaut. Was dann folgte, ist eigentlich kaum zu erklären. Im Angriff wollte nichts mehr gelingen und die Gladiators trafen nun auch schwierige Würfe. Angetrieben von den jetzt lauter werdenden Zuschauern gelang es ihnen durch einen Dreier in der Schlusssekunde des dritten Viertels den Rückstand unter die magische 10 Punkte-Marke zu drücken (53:62). Zwar konnte der überragende Daniel Schmidt mit einem Dreier nochmals dagegen halten, doch dann folgte ein sensationeller 20:0 Lauf des Bundesligaabsteigers, dem die platten Young Pikes nichts mehr entgegenzusetzen hatten. Alleine 5 Dreier versenkten die Trierer in dieser Phase und übernahmen vollends das Kommando. Erst in der 37. Minute gelang durch Leon Kratzer wieder ein Korberfolg, leider zu wenig um die Niederlage zu vermeiden. So brachte man sich am Ende um den verdienten Lohn und musste ohne Punkte die lange Heimreise aus der Römerstadt antreten. Dennoch war das Trainergespann nicht unzufrieden und auch Teammanger Jörg Mausolf war nach dem Spiel voll des Lobes: „Was die Jungs in den ersten drei Vierteln abgeliefert haben, verdient allerhöchsten Respekt. Trotz aller Widrigkeiten in der Vorbereitung auf dieses Spiel und den 5 fehlenden Rotationsspielern wurde der Gameplan perfekt umgesetzt. Man kann den Jungs keinen Vorwurf machen, dass sie am Ende müde wurden.“ Auch Trainer Fabian Villmeter ergänzte: „Ich bin mir sicher, dass die Jungs die richtigen Lehren aus diesem Spiel ziehen werden. Sie besitzen alle eine tolle Einstellung und sind lernwillig. Das sind gute Voraussetzungen, um sich im Laufe der Saison stetig zu verbessern. Das genau ist unsere Zielsetzung, mit der wir angetreten sind.“Die nächste Möglichkeit, das unter Beweis zu stellen, ergibt sich für die Young Pikes schon am Freitag, wenn es um 19:30 Uhr in der Stauffenberg-Halle gleich zum Frankenderby gegen Nürnberg kommt, dann sicherlich mit einer längeren Rotation auf Seiten der Baunacher.

 

Baunach Young Pikes:

Thiemann 15, Kratzer 12, Obst 12, Schmidt 11, Dizdarevic 8, Taraš 7, Fichtner 3, Sanders, Kunz

Gladiators Trier:

Evans 17, Spearman 16, Breiling 11, Dietz 8, Smit 8, Anderson 7, Herrera 6, Breu 5, Raffington, Dahlem, Hen

Zuschauer: 1855

Schiedsrichter: Lehnen/Bohn/Kammann