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6. Spieltag 2015/2016
:
(21:15, 14:5, 25:12, 17:19)
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24. Oktober

Ein Dämpfer zur rechten Zeit für die Young Pikes in Chemnitz

Eine empfindliche Niederlage mussten die Baunach Young Pikes am Samstagabend bei den NINERS Chemnitz hinnehmen, die nach dem 89:59 Erfolg letzte Woche gegen Leverkusen mit 77:51 den zweiten Kantersieg in Folge vor ihren eigenen Fans feiern konnten.

Beide Teams liegen nun mit drei Siegen und drei Niederlagen im Mittelfeld der Tabelle.
Den Jungs von Trainer Fabian Villmeter wollte in diesem Spiel nicht viel gelingen. Zwar stand die Abwehr einigermaßen sicher, doch im Angriff war der sprichwörtliche Sand im Getriebe. Durch den einzigen Dreier in der 1. Hälfte durch Malik Müller, der sonst aber eine sehr durchwachsene Leistung zeigte, konnte man in der 2. Minute mit 5:2 in Führung gehen. Der gewohnt zuverlässige Johannes Thiemann und Andi Obst bauten diese sogar bis auf 9:4 aus, ehe Chemnitz das Kommando übernehmen konnte. Durch viele Ballverluste der Baunacher wurden sie praktisch zu einfachen Korberfolgen eingeladen und zogen Punkt um Punkt davon. Trotzdem war man nach den ersten 10 Minuten beim 21:15 Rückstand noch in Schlagdistanz. Ein viertelübergreifender 13:0-Lauf der Sachsen erhöhte den Rückstand auf 31:15 und das Baunacher Spiel wurde immer unsicherer im Angriff. Eine Fahrkarte nach der anderen warfen die Young Pikes und so brachte man es in der ersten Halbzeit nur auf mickrige 20 Punkte. Dabei hatte man eine Trefferquote aus dem Feld von unterirdischen 19%. Lediglich ein Dreier bei 15 Versuchen hatte sein Ziel gefunden, obwohl doch der ein oder andere freie Wurf dabei war. Bei einem Team mit so guten Schützen wie Obst, Müller, Kulboka, Nikolic und Schmidt eigentlich unerklärlich. Entsprechend ging es mit einem 35:20 Rückstand in die Kabine.
Leider wendete sich das Blatt in der 2. Hälfte nicht. Es ging genau so weiter: Baunach schoss die Lampen aus und Chemnitz konnte dadurch immer weiter davon ziehen. Was das Trainergespann Villmeter/Völkl auch probierte, in diesem Spiel stand der Sieger recht früh fest. Man konnte den Young-Pikes den nötigen Einsatz nicht absprechen, denn immerhin gelang es, eine teilweise wie entfesselt aufspielende Chemnitzer Mannschaft zuhause auf 77 Punkte zu halten, doch die Misere in der Offensive ließ kein besseres Ergebnis zu. Am Ende waren es eine Gesamtwurfquote von 24 Prozent und 21 Ballverluste, die zu der verdienten Niederlage führten. Bis auf Johannes Thiemann, der zuverlässig wie immer ein Double-Double (16 Punkte/10 Rebounds) auflegte und seinen Centerkollegen Leon Kratzer (6 Punkte/13 Rebounds) erreichte kein weiterer Baunacher Normalform. Aleksej Nikolic verbuchte ein vielversprechendes Comeback und konnte in seinen 13 Minuten Spielzeit immerhin sechs von sechs Freiwürfen verwandeln und sich auch noch drei Rebounds sichern. Aber auch einem so erstklassigen Spieler merkte man natürlich den Trainingsrückstand noch an.  Nachwuchsakteur Matthias Fichtner durfte dieses Mal wieder 10 Minuten auf das Parkett und sich in die Scorerliste eintragen.
Trainer Fabian Villmeter nach dem Spiel: „Auch solche Spiele kann es bei einem so jungen Team leider mal geben. Das gehört aber genauso zum Lernprozess dazu wie ein Sieg gegen den Tabellenführer. Vielleicht war es nach den drei Siegen in Folge ein Dämpfer zur rechten Zeit. Natürlich könnte man anführen, dass wir drei Spiele in sechs Tagen zu absolvieren hatten, davon zwei auswärts und Chemnitz hatte zwei Heimspiele in Folge, das wäre aber zu einfach und das wollen wir auch nicht als Ausrede gelten lassen. Jeder Spieler muss jetzt seine Lehren aus der Begegnung ziehen und dann wollen wir im dritten Auswärtsspiel in Folge, nächsten Samstag in Rhöndorf, wieder ganz anders auftreten.“

Baunach Young Pikes:

Thiemann 16, Kratzer 6, Nikolic 6, Schmidt 5, Sanders 5, Fichtner 3, Obst 3, Müller 3, Kulboka 2, Taraš 2.

NINERS Chemnitz:

Seiferth 17, Matthews 12, Buss 11, Bellscheidt 10, Wilson 10, Logins 6, Richter 4, Mixich 3, Fluellen 2, Cardenas 2.

Zuschauer: 1684