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11. Spieltag 2015/2016
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21. November

Baunach in Essen zu harmlos

ETB Wohnbau Baskets – Baunach Young Pikes     91:67

Eine empfindliche Niederlage mussten die Baunach Young Pikes in der Ruhrmetropole Essen einstecken. Das Team aus dem Ruhrpott war den jungen Oberfranken in allen Belangen überlegen und siegte auch in dieser Höhe verdient. Die Baunacher liegen nun mit 5 Siegen und 6 Niederlagen weiterhin im gesicherten Mittelfeld, haben aber bis Weihnachten ein schwieriges Programm vor der Brust.
Unerklärlicherweise fanden die Spieler des Trainergespanns Fabian Villmeter und Mark Völkl keinen Zugriff auf das Spiel und ließen sich von der Härte und unbedingten Siegeswillen der Gastgeber den Schneid abkaufen. Zwar gelang ein guter Start und nach einem Dreier vom Andi Obst in der 3. Spielminute mit 7:2 in Führung. Nach dem 8:5 durch einen Freiwurf von Leon Kratzer blieb der Korb aber im Folgenden wie vernagelt für die Young Pikes. Essen verteidigte hart und man nahm den Kampf in keinster Weise an. So ließ man sich von den gastgebenden Baskets in der nur spärlich besetzten Sporthalle „Am Hallo“ im ersten Viertel regelrecht auseinandernehmen. Ein Zwischenstand von 30:13 nach dem 1. Viertel erinnerte an die peinliche Vorstellung von Bayern München in der Euroleague am Donnerstag, als sie ebenfalls nach dem 1. Viertel mit 30:10 gegen Istanbul im Hintertreffen waren. Auch im zweiten Viertel änderte sich wenig an der deutlichen Rollenverteilung in diesem Spiel. Man schaffte es einfach nicht die klaren Vorgaben des Trainergespanns umzusetzen. Ein sicherlich wichtiger Lernprozess für das Nachwuchsteam der Brose Baskets. Lediglich Daniel Schmidt, Johannes Thiemann und Andi Obst versuchten sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen, ihnen fehlt aber an diesem Tag die Unterstützung ihrer Teamkollegen. Auch die in den letzten Spielen so überzeugenden Ali Nikolic und Leon Kratzer erwischten einen gebrauchten Tag. Malik Müller wirkte teilweise wie ein Fremdkörper und konnte dem Spiel keine entscheidenden Impulse geben. Die Geschichte der 2. Halbzeit ist schnell erzählt. Essen behauptete ständig einen 20 Punkte Vorsprung und geriet nie in Gefahr, das Spiel zu verlieren. Sie konnten zum ersten Mal in dieser Saison in Bestbesetzung antreten und werden so sicher recht schnell in der Tabelle nach oben klettern.
Alles in allem kein Beinbruch für die Baunach Young Pikes, aus Niederlagen lernt man bekanntlich mehr als aus Siegen. Vor allem die jüngsten Spieler im Kader müssen lernen, dass man im Profibasketball nur bestehen kann, wenn man fokussiert und mit Leidenschaft in ein Spiel geht. Teammanager Jörg Mausolf war nach dem Spiel auch enttäuscht über die gezeigte Leistung:“ Ich kann verstehen, dass ein junges Team im Laufe der Saison Höhen und Tiefen hat. Ich habe auch kein Problem damit, dass man Fehler macht. Es muss sich aber ein gewisser Lernprozess einstellen. Einige Spieler im Team scheinen bereits mit dem Erreichten zufrieden zu sein. Das ist aber nicht unser Anspruch. Wir wollen sie für höhere Ausgaben ausbilden. Ich erwarte ein komplett anderes Auftreten im nächsten Heimspiel gegen die Hamburg Towers. Ein Team, das mit 7 Siegen im oberen Drittel der Tabelle zu finden ist. Dabei geht es nicht primär um Sieg oder Niederlage. Ich möchte sehen, dass wir den Kampf annahmen und in Sachen Energie und Siegeswillen das zeigen, was man von einer jungen Mannschaft erwarten kann. In Essen war das ProA gegen WNBL.“