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19. Spieltag 2016/2017
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21. Januar

Baunach Young Pikes unterliegen trotz starker Leistung in Hamburg

Mit 91:80 unterlagen die Baunach Young Pikes gegen die Hamburg Towers in der 2. Basketball-Bundesliga ProA, obwohl sie über weite Strecken mindestens ebenbürtig waren. Ohne ihren wichtigesten Spieler Leon Kratzer (Einsatz bei Brose Bamberg) fehlten ihnen vor fast ausverkaufter Halle vor allem in den Schlussminuten die Alternativen unter den Körben, um die Überraschung perfekt zu machen.

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Da aber auch die anderen Mannschaften am Tabellenende unterlagen, konnten die Baunacher noch ihren Nichtabstiegsplatz behaupten. Schon zu Beginn der Begegnung war die Taktik der Towers zu erkennen, den Ball direkt ans Brett zu bringen, denn Justin Raffington konnte auf diese Weise sein Team mit 4:0 und später mit 9:2 nach vorne bringen. Doch Ali Nikolic, der erst kurz vor dem Spiel in Hamburg eingetroffen war, glich im Alleingang aus. Louis Olinde war es dann, der vor den Augen seiner Familie und seiner Freunde die Pikes mit 13:11 erstmals in Führung warf. Nach dem 1. Viertel hatten die Jungs von Fabian Villmeter und Mark Völkl immer noch mit 21:19 die Nase vorne, da sie von der Freiwurflinie makellos blieben (10 von 10) und Nikolic schon 13 Punkte erzielt hatte.

Zur Überraschung der einheimischen Fans setzte sich diese Spielweise auch im 2. Abschnitt fort und nach einem Dreier von Malik Müller zum 27:39 (16. Minute) wurde es in der schmucken Inselpark Halle merklich ruhiger. Nikolic, der bis zur Pause schon 25 Punkte bei nur zwei Fehlversuchen erzielt hatte, war es typischerweise, der mit der  Halbzeitsirene das Ergebnis auf 37:48 stellte. Wie erwartet kamen die Gastgeber bis in die Zehenspitzen motiviert aus der Kabine und eröffneten die zweite Hälfte gleich mit zwei Dreiern von Camphor. Nach einigen Erfolgen direkt in der Zone konnten sie bis zur 25. Minute auf 49:52 herankommen und damit das Spiel wieder offen gestalten.

Enosch Wolf stellte die erste Führung der Norddeutschen nach langer Zeit her (57:56) und ein Tip-in von Raffington nach genau 30 Minuten zum 61:61 gab ihnen wieder die notwendige Sicherheit zurück, die sie in der ersten Halbzeit hatten vermissen lassen. Als Camphor und Rob Ferguson mit zwei Dreiern ihr Team mit 79:65 (33.) in Front brachten, schien die Begegnung den erwateten Verlauf zu nehmen, doch nach einem unsportlichen Foul an Olinde beim erfolgreichen Dunking und dem einzigen Dreier von Arnoldas Kulboka, der an diesem Tag etwas Ladehemmung (1 von 5) hatte, konnte die Oberfranken wieder ausgleichen. Jetzt aber ließen sich die Hamburger nicht mehr von ihrem Weg abbringen, zumal ihnen zwei umstrittene Offensivfouls von Ali Nikolic entgegen kamen. Nach einem Dreier von Antony Canty zum 81:74 (37.) bogen sie auf die Siegesstraße ab, da die körperlich weit unterlegenen Baunacher sich nun gegen die vor allem im Offensivrebound überragenden Gastgeber (insgesamt 13) nicht mehr wehren konnten.

Nach ein paar schnellen Abschlüssen und Fouls der Young Pikes zogen die Towers noch zum Endergebnis von 91:80 davon, was aber den ausgeglichenen Spielverlauf nicht widerspiegelt. Teammanager Jörg Mausolf stellte bei seiner Analyse die positiven Aspekte auch in den Vordergrund: „Ich bin stolz auf die Mannschaft, wie sie den kurzfristigen Ausfall von Leon weggesteckt hat. Obwohl viele Spieler auf ungewohnten Positionen spielen mussten, haben wir das vor allem in der ersten Hälfte sehr gut gemacht. Leider haben sich die Jungs wieder mal nicht selbst belohnt.“

Am kommenden Samstag (19:30 Uhr) besteht die nächste Chance, um zu Hause gegen Chemnitz weitere Punkte im Abstiegskampf zu sammeln, dann hoffen die Baunacher wieder auf eine komplette Besetzung.

Hamburg Towers: Canty (19 Punkte/ 2 Dreier)), Camphor (18/4), Raffington (16), Wolf (14), Ferguson (12/2), Lansdowne (6), Liyanage (4), Kindzeka (2), Blessing, Hübner.

Baunach Young Pikes: Nikolic (31/3), Müller (15/3), Kulboka (13/1), Olinde (7), Taras (7/1), Keppeler (7), Edwardsson, Hoffmann.