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20. Spieltag 2016/2017
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28. Januar

Die Baunacher müssen sich gegen die Niners klar geschlagen geben

Eine deutliche Heimniederlage, die aber tabellarisch keine Auswirkungen hat, kassierten die Baunach Young Pikes  am Samstagabend in der heimischen Graf-Stauffenberg-Halle. Mit 48:67 (20:37) musste sich der Basketball-Zweitligist vor 880 Zuschauern den Niners Chemnitz geschlagen geben. Die Mannschaft von Trainer Fabian Villmeter bleibt aber auf dem 14. Rang, da sich der punktgleiche Vorletzte aus Essen ebenfalls geschlagen geben musste.

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Die 14. Saisonniederlage der Young Pikes hatte sich schon vor dem Eröffnungs-Sprungball abgezeichnet. Denn mit Aleksej Nikolic (18,3 Punkte im Schnitt) und Leon Kratzer (14,6) fehlten ihnen gegen den Play-off-Kandidaten aus Sachsen ausgerechnet die zwei besten Spieler. Beide standen am Wochenende im Kader von Brose Bamberg und kamen am Sonntagabend beim Bundesliga-Spiel in Vechta zum Einsatz.

Für Villmeter war das aber kein Grund zur Klage, ganz im Gegenteil: „Wenn sie ihre Chance bei Brose bekommen, müssen sie sie auch nutzen. So ist nun einmal unser Konzept. Sie sind nicht bei uns, weil das besser für sie ist, und deshalb nehmen wir das gerne in Kauf“, meinte der Baunacher Coach. So sah er das Duell gegen den Tabellenvierten auch als „Chance für die nächste Generation“, doch wurde schnell klar, dass sich die ganz jungen Hechte noch freischwimmen müssen. Insbesondere Arnoldas Kulboka war anzumerken, dass die Last der Verantwortung schwer auf seinen Schultern lastete. Der Litauer, der teilweise auf der Aufbauposition aushelfen musste, traf keinen seiner neun Würfe aus dem Feld und trug sich nur mit zwei verwandelten Freiwürfen im dritten Viertel in die Korbschützenliste ein. Louis Olinde kam zwar auf sieben Rebounds, leistete sich aber wie Kulboka vier Ballverluste.

Malik Müller (15) und Tibor Taras (11) waren die beiden einzigen Baunacher mit einer zweistelligen Punktausbeute, doch auch sie trafen wie ihre Teamkollegen kaum einmal aus der Distanz. Nur ein Dreier bei 16 Versuchen fand den Weg in den Chemnitzer Korb. Nicht nur im Angriff, sondern auch in der Abwehr offenbarten die Gastgeber Schwächen. In Abwesenheit von Center Kratzer dominierten die Sachsen am Brett. 19 ihrer insgesamt 49 Rebounds (Baunach 26) holten sie unter dem Korb der Young Pikes. Für diese Überlegenheit war vorrangig Joseph Lawson zuständig. Der bullige Chemnitzer Center legte mit 17 Punkten und 12 Rebounds ein „double double“ auf.

Während den Baunachern in den ersten drei Vierteln jeweils nur zehn Punkte gelangen, entschieden sie den Schlussabschnitt mit 18:11 für sich, was zeigte, dass zumindest die Einstellung stimmte. Dies lässt Villmeter positiv in die Zukunft blicken. „Ich bin zuversichtlich, dass wir noch die nötigen Punkte holen werden, um am Ende über dem Strich zu bleiben“, meinte er. Am Samstag geht es für sein Team aber zunächst einmal darum, nicht auf einen Abstiegsrang zurückfallen. In Essen treten die Baunacher beim punktgleichen Konkurrenten ETB Baskets an – dann wohl wieder mit Nikolic und Kratzer.

Baunach Young Pikes: Müller (15 Punkte), Taras (11), Keppeler (6), Hoffmann (6), Olinde (5/1 Dreier), Wolf (3), Kulboka (2), Fichtner, Edwardsson, Drell

Niners Chemnitz: Lawson (17), Fleischmann (15/2), Carter (10), Ziegenhagen (10/2), Matthews (7/1), Bradshaw (3), Seiferth (3), Wess (2), Mixich, Gürtler