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4. Spieltag 2017/2018
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14. Oktober

Erneut knappe Niederlage gegen Bundesligaabsteiger

Wieder um eine Erfahrung reicher sind die Baunach Young Pikes nach ihrem Auswärtsspiel in Hagen. Sie verloren vor über 2000 Zuschauern nach einer begeisternden Aufholjagd am Ende mit 72:66 und warten damit weiterhin auf das erste Erfolgserlebnis der noch jungen Saison. 

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Dabei gerieten sie vor allem im 1. Viertel völlig unter die Räder der wie entfesselt aufspielenden Feuervögel. Obwohl Trainer Fabian Villmeter vor der Treffsicherheit der Gastgeber von der Dreierlinie gewarnt hatte, passierte den jungen Hechten genau dieser Fehler. Sie starteten viel zu lethargisch in die Begegnung und Hagen überrollte die Baunacher geradezu. So lagen die Young Pikes nach einigen verwandelten Dreipunktewürfen des Phoenix-Teams bereits nach den ersten zehn Minuten mit 29:12 in Rückstand. Vor allem zwischen der 3. und der 7. Minute fanden die Oberfranken überhaupt kein Mittel gegen den Bundesligaabsteiger und gestattetem ihm einen 16:0 Lauf. Die Baunacher waren körperlich und gedanklich immer einen Schritt zu langsam. Erst mit zunehmender Spielzeit fand man sich besser zurecht und so konnte man nach einer Auszeit in der 12. Minute beim Stand von 33:12 das Spielgeschehen ausgeglichen gestalten, ohne aber den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Vor allem der 18-jährige Felix Edwardsson war mit neun Punkten vor der Halbzeit dafür verantwortlich, dass man die Gastgeber nicht weiter davonziehen lassen musste, Dennoch war beim Halbzeitstand von 48:30 für Hagen den lautstarken Fans eigentlich klar, dass nur ihr Team als Sieger in dieser Begegnung vom Platz gehen könne. Doch dabei hatten sie die Rechnung ohne das Kämpferherz der Young Pikes gemacht. Man fand nun endlich einen Weg in der Defense die Hagener zu stoppen und so kam man Punkt um Punkt heran. Nach einem 11:0 Run der Schützlinge von Coach Fabian Villmeter verkürzten sie den Rückstand auf 54:43 (26. Minute). Auch auf den Rängen wurde es nun zeitweise stiller und Chris Fowler und Gerard Gomila sowie der reboundstarke Rob Ferguson waren die Garanten dafür, dass es vor den letzten zehn Minuten nur noch 62:53 für Phoenix Hagen stand. Doch die junge Truppe von Fabian Villmeter hatte nun Blut geleckt und durch ihr aufopferungsvolles Spiel gelang es ihnen sogar durch zwei verwandelte Freiwürfe von Chris Fowler mit 64:63 in der 35. Minute in Führung zu gehen. Die Aufholjagd hatte aber wohl zu viel Energie gekostet und die Beine der Young Pikes waren in den letzten Spielminuten schwer. Wie beim Kampf zweier angeschlagener Boxer schaffte es Hagen die entscheidenden Treffer zu setzen und das Spiel dann doch knapp für sich zu entscheiden. Leider stehen die Baunacher nun weiterhin mit leeren Händen da und sind nach wie vor das Schlusslicht der ProA nach dem vierten Spieltag. Eine Chance die rote Laterne abzugeben bietet sich aber schon am nächsten Samstag (19 Uhr), wenn mit Köln das nächste Spitzenteam in der Blauen seine Visitenkarte abgibt. Dann dürfte auch der schmerzlich vermisste William McDowell-White (Infektion) wieder mit von der Partie sein.

Phoenix Hagen: Reid (17 Punkte/3 Dreier), Herrera (16), Brooks (13), Spohr (8/2), Grof (7), Baumann (5), Lodders (2), Günther (2), Hollersbacher (1), Aminou (1)

Baunach Young Pikes: Fowler (17/1), Edwardsson (12/4), Gomilla (11/1), Olinde (8), Ferguson (8), Bruhnke (3/1), Drell (2), Edigin (2), Keppeler (2), Taras (1)