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1. William, du bist aus Australien nach Oberfranken gewechselt und hast gleich einen Vier-Jahres-Vertrag unterschrieben. Wieso hast du dich für Bamberg entschieden?

Ich habe von der Geschichte des Clubs gehört und davon, wie großartig die Organisation ist. Aber natürlich wollte ich mich auch als Spieler weiterentwickeln, dazu habe ich hier in fernab von zuhause die Chance. Ich bin zwar noch sehr jung, aber ich denke, dass ich mich dadurch besonders gut weiterentwickeln kann.

2. Dein letzter Verein waren die Sydney Kings. Wie hast du deine letzte Saison erlebt?

So super war die letzte Saison eigentlich nicht (lacht). Ich bin erst spät zum Team hinzugekommen, als Ersatz für einen anderen Spieler und wir haben leider auch nicht allzu viele Spiele gewonnen. Aber es hat trotzdem Spaß gemacht, mit all den Jungs zu spielen.

3. Du bist jetzt seit ein paar Monaten in Bamberg. Hast du dich schon eingelebt?

Es ist das erste Mal, dass ich so weit weg von zuhause bin und ich muss gestehen, dass es am Anfang doch etwas langweilig für mich hier war (lacht). Die Stadt ist eben klein und mir wurde schon gesagt, dass es hier nicht so viele Dinge zu erleben gibt wie in meiner Heimatstadt. Aber ich entdecke die Stadt immer mehr und schaue mir alles an, sodass ich mich von Tag zu Tag wohler hier fühle.

4. Lernst du eigentlich ein wenig deutsch?

Nicht wirklich (lacht), aber ich möchte gerne, weil es schon wirklich cool wäre, wenn ich es sprechen könnte. Die Jungs haben mir natürlich schon einige Wörter gesagt, aber ich glaube, die sind nicht gerade jugendfrei (lacht).

5. Sehen wir uns nun einmal die ProA an. Die ersten Spiele sind gespielt, leider waren die Baunach Young Pikes nicht so erfolgreich wie erhofft und konnten bisher nur einmal gewinnen. Was ist dein Fazit nach diesen Spielen?

Es gab so viele Spiele, die wir nur mit ein paar Punkten verloren haben, das war schon bitter. Wir sind eben ein junges Team und versuchen, besser zu werden. Aber nichtsdestotrotz traue ich uns zu, dass wir zum Ende der Saison nochmal einen Run hinlegen werden.

6. Ihr spielt seit einigen Monaten zusammen und habt euch nun besser kennengelernt. Hat sich seit dem Trainingsstart viel verändert?

Auf jeden Fall. Am Anfang hatten wir viele Verletzte, mich selbst eingeschlossen, sodass die Situation im Allgemeinen sehr hart für uns war. Aber nach den vielen Trainings und den vielen Spielen ist unsere Chemie immer besser geworden. Das Training ist weiterhin hart und wir trainieren viel. Dass nun Gomi (Gerard Gomila, Anm. d. Red.) zurück kommt, ist super, denn dann wird unsere Rotation entspannt und der Druck auf meiner Position ist dann auch nicht mehr ganz so hoch. Er wird sicherlich für uns wieder einnetzen (lacht).

7. Viele Gesichter im Team sind neu. Was ist deine Aufgabe im Team?

Ich sorge dafür, dass jeder immer ein Lächeln im Gesicht hat (lacht), denn ich denke schon, dass ich der Witzigste aus der Mannschaft bin und alle gerne zum Lachen bringe. Die anderen geben sich zwar auch Mühe, so witzig zu sein wie ich, aber noch ist denke ich keiner an mich heran gekommen (lacht).

8. Wie würdest du die Mannschaft der Baunach Young Pikes beschreiben?

Erstens: Wir sind definitiv sehr jung (grinst), zweitens sind wir ein Team voller Athleten. Mehr als diese Kombination kann man eigentlich auch nicht sagen, weil das uns sehr gut beschreibt. Weil wir noch sehr jung sind, versuchen wir, uns stetig zu verbessern und ich denke auch, dass wir es tun.

9. Als einer der „Neuen“ musst du uns nun natürlich auch etwas mehr von dir erzählen. Beschreibe dich daher erst einmal in fünf Wörtern.

Oh, das ist schwer (lacht). Ich weiß nicht, ob man das zählen lassen kann, aber wenn, dann sage ich als erstes „gutaussehend“ (lacht). Dann nehme ich noch lustig und muskulös und still. Als fünftes würde ich mysteriös dazu nehmen (grinst).

10. Wann und wie hast du mit dem Basketball spielen angefangen?

Ich war ungefähr fünf, als ich mit Basketball angefangen habe. Mein Vater war professioneller Footballspieler und er hat Basketball schon immer geliebt. Er hat damals dafür gesorgt, dass wir jeden Sport ausprobieren und Basketball hat mir am besten davon gefallen.

11. Wo soll es basketballerisch noch für dich hingehen?

Es ist immer ein Ziel, in der NBA zu spielen. Aber ich möchte erst einmal nur professionell Basketball spielen und mich weiterentwickeln. Danach gehe ich dorthin, wohin mich der Sport führt.

12. Was vermisst Du am meisten von zuhause?

Oh, die Sonne – ich glaube nicht, dass ich sie schon einmal hier in Bamberg gesehen habe (lacht). Immer regnet es und ist kalt, ich will eigentlich nie meine Wohnung verlassen.

13. Du hast ja auch schon eine Weltmeisterschaft gespielt, nämlich 2015 auf Kreta für Australien. Welche Rolle spielt das Thema Nationalmannschaft für dich?

Ich glaube, dass die Nationalmannschaft für jeden Spieler eine große Bedeutung hat – du repräsentierst deine Heimat und spielst gegen die besten Mannschaften der Welt, das ist etwas sehr besonderes. Es war schon immer mein Traum, Nationalspieler zu sein. Als ich kleiner war, habe ich die Länderspiele immer verfolgt und bin froh, dass ich dort jetzt auch spielen kann. Ich hoffe, das ist in Zukunft genauso.

14. Zurück zu den Young Pikes. Bald steht die Rückrunde an. Wie denkst du werdet ihr euch als Team entwickeln?

Ich denke, dass wir bis jetzt auf jeden Fall eine Entwicklung gemacht haben. Am Anfang wussten wir noch nicht so recht, was uns in der ProA erwartet und wir gewöhnen uns auch immer noch daran. Aber ich denke, wir werden weiter die richtigen Schritte gehen, um in der ProA zu bestehen.

15. Am kommenden Wochenende empfangen die Baunach Young Pikes die Uni Baskets Paderborn. Deine Einschätzung zum Spiel?

Ich würde sagen, das ist ein klassischer Must-Win in unserer Situation. Wie jedes Spiel wird es für uns sehr intensiv werden und wir werden für Paderborn bereit sein. Hoffentlich werden wir dann am Samstag einen weiteren Saisonsieg verbuchen können.