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Saison 1993/94

Es sollte das letzte Jahr in der II. Bundesliga für den FC Baunach werden, doch erst einmal der Reihe nach. Recht zuversichtlich ging Coach Wolfgang Heyder in dieses 6. Zweitligajahr, da Darrel Mickens erneut verpflichtet werden konnte und mit Herwig Picht ein alter Bekannter zurückkehrte. Als weitere Neuzugänge konnte man Sebastian Sieben und Christian Zapf begrüßen. Leider aber fiel die Gallionsfigur Rainer Schabacker mit einem Bänderriss aus, er stand aber dafür als Co-Trainer zur Verfügung.

Man startete mit einer knappen Niederlage gegen das St. Joseph`s College, um dann das 8. Herbstturnier vor Steaua Bukarest (95:87 n.V.) und der TG Landshut für sich zu entscheiden. Bereits in der 1. Runde des DBB-Pokals traf der FC auf den TSV Breitengüßbach und entledigte sich souverän mit 91:65 dieser Aufgabe. Nach einem knappen Auftakterfolg gegen Oberelchingen und einer Niederlage in Tübingen (vor 1500 Fans) musste erneut der Lokalrivale als Aufbaugegner herhalten und nach einem 98:50 Kantersieg gegen den TSV Breitengüßbach fand man wieder in die Erfolgsspur zurück.

Im Pokal empfing man den Bundesligisten aus Trier:

In der Liga wurde eine Siegesserie gestartet, die bis zum 11. Spieltag hielt, als sie in Lich knapp mit 61:60 verloren. Doch schon eine Woche rehabilitierten sich die Jungs, als sie im Spitzenspiel den SV Tübingen (Gray 23, Dietl 18) mit 93:81 schlugen und sich die Tabellenführung zurückholten.

Aber selbst bei diesem Schlager fanden nur noch 500 Zuschauer den Weg in die Seehofhalle und auch bei den Lokalderbys konnte der Kassier nur 350 Fans begrüßen. Überhaupt schien in der Rückrunde der „Wurm drin“, denn auswärts musste der FC vier Niederlagen hinnehmen, sodass er nach Abschluss der Hauptrunde mit 32:12 Punkten hinter Oberelchingen (34:10) und Tübingen (32:12) auf dem 3. Platz lag.

Niederlagen in Speyer und Landshut ließen die Baunacher Chancen in der Aufstiegsrunde schon erheblich sinken, doch nach Heimsiegen gegen Tübingen und Oberelchingen war wieder Morgenluft zu wittern. Eine Niederlage zu Hause gegen Landshut beendete aber die letzten Hoffnungen, sodass beim letzten Saisonspiel nur noch 7 Spieler ohne Coach die Reise nach Langen antraten und sich damit schon erste Auflösungstendenzen zeigten. Am Ende belegte der FC mit 40:24 Punkten den 3. Rang hinter Oberelchingen und Tübingen, doch nachdem Wolfgang Heyder seinen Abschied als Coach schon angekündigt hatte und sich auch finanzielle Probleme auftaten, zeichnete sich das Ende der Baunacher Bundesligazeit bereits ab. Abteilungsleiter Hans Dieter Neumann, dem auch die entsprechende Unterstützung aus dem Umfeld fehlte, wollte die Zweitligalizenz im Bamberger Raum mit einer schlagkräftigen Truppe halten, sodass es zu Gesprächen mit dem Absteiger TSV Breitengüßbach kam. Schließlich wurde die BG Tröster Breitengüßbach-Baunach aus der Taufe gehoben, aber schon damals zeigte sich, dass nicht alle Baunacher mit dieser Lösung einverstanden waren.

Die BG löste sich auch nach nur einem Jahr wieder auf und die Bundesligalizenz ging unter bis heute nicht geklärten Umständen auf den TSV Breitengüßbach über.

Auch die 2. Mannschaft hatte in der Oberliga mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, belegte aber unter Coach Detlev Pehle am Schluss mit 14:26 Punkten noch den 8. Platz. Die 3. Herrenmannschaft kämpfte ebenfalls lange gegen den Abstieg, konnte sich aber den Erhalt der Bezirksklasse gerade noch sichern. Die Senioren II wurden Oberfränkischer Vizemeister, während sich die Senioren III bei den Südostdeutschen Meisterschaften erneut für die Bundesbestenspiele in Göttingen als Zweiter qualifizierten. Dort wiederholten sie ihren 7. Platz wie im Vorjahr:

Leider stiegen die Damen aus der Bezirksliga ab und lösten sich anschließend wegen Spielermangel auf. Thomas Blechner betreute die C- und die D-Jugend, mit denen er Mittelfeldplätze in der Bezirksliga belegte. Erfreulich war die Berufung von Florian Neumann und Marco Reich in die Oberfrankenauswahl sowie die Gründung einer weiblichen B-Jugend unter der Regie von Claus Meixner, Mareike Reinfelder und Jochen Friedrich.