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Saison 2000/2001

Bei der 1. Herrenmannschaft gab es einen totalen Umbruch, da die meisten Spieler und Coach Pehle aufhörten. Erst nach langen Bemühungen konnte mit Roland Burkert ein Trainer gefunden werden. Vier Spieler aus Rattelsdorf  sollten mit einer Doppellizenz auch in Baunach spielen. Als sich diese Hoffnung zerschlug, stand man bis Ende August noch ohne echte Mannschaft da, zumal sich der Amerikaner Patric als unzuverlässig erwies. Erst Anfang September gelang es nach vielen Gesprächen ein junges Team (Altersdurchschnitt knapp über 18 Jahren) zusammenzustellen, dem aber fast niemand eine Chance in der neugeschaffenen 2. Regionalliga Nord gab.

(v.l.: David Studener, Markus Laberer, Oleg Stolpowski, Michi Pehle, Michael Ludwig, Markus Lempetzeder, Boris Vormann, Wolfi Pehle, Peter Oechsler, Roland Burkert.)

Wie sollte so eine unerfahrene Mannschaft mit Spielern, die teilweise aus der Kreisliga kamen, die weiten Reisen (bis nach Dresden und Leipzig) und das dreimalige Training pro Woche verkraften? Doch schon der Saisonstart mit einer knappen 75:69 Niederlage in Leipzig ließ leise Hoffnungen keimen, dass man in der Liga nicht untergehen müsste. Noch größer war das Erstaunen, als man zu Hause dem Aufstiegsfavoriten Heuchelhof Würzburg lange Paroli bot und bei der 69:71 Niederlage sogar eine Siegchance hatte.

Dann allerdings schienen alle Pessimisten Recht zu behalten, denn nach einer 81:68 Schlappe in Erfurt lag der FC auf dem letzten Tabellenplatz. Ein Heimsieg gegen Weimar läutete die Wende ein und zur Halbzeit der Saison hatte man 6:16 Punkte und den 9. Tabellenplatz inne. Der hätte auch am Ende zum Klassenerhalt gereicht und als in der Winterpause der ehemalige Rattelsdorfer Zweitligaspieler Markus Müller den Weg nach Baunach fand, war auch die eklatante Reboundunterlegenheit beseitigt.

In der Rückrunde glaubten die Zuschauer ihren Augen nicht, denn die FCler konnten mit allen Mannschaften der Liga mithalten und mit 12:10 Punkten sogar eine positive Bilanz vorweisen.

Selbst der spätere Meister SV Weidenberg musste daheim lange zittern, bevor er gegen die Baunacher Youngsters einen glücklichen Erfolg verbuchen konnte. Am Schluss lag der FC Baunach mit 18:26 Punkten auf einem hervorragenden 8. Platz (punktgleich mit dem Siebten) und hatte bezeichnender Weise ein positives Korbverhältnis.

Mit Michael Ludwig stellte man einen der besten Werfer der 2. Regionalliga, aber auch alle anderen Spieler hatten von der engagierten Arbeit von Coach Burkert profitiert und sich weiter entwickelt.

Die 2. Mannschaft unter Coach Jochen Hirmke zog ebenfalls Nutzen aus dieser Arbeit, da sie mit den U20-Spielern aus der Ersten und einem überragenden Thomas Fröhlich 20:16 Punkte schaffte und einen überraschend guten 4. Tabellenplatz in der Bezirksliga belegte. Die 3. Mannschaft litt unter Personalknappheit, konnte aber als Neuling in der Bezirksklasse vorne mitspielen und als einziges Team dem Meister aus Coburg gefährlich werden. Zudem erreichte das Team um Claus Meixner und Jörg Mausolf das Bezirkspokalfinale und qualifizierte sich damit für den Bayernpokal. Die 4. Mannschaft konnte wieder eine Meisterschaft einfahren, denn der Neuling schlug in einem spannenden Saisonfinale den härtesten Konkurrenten aus Stegaurach und belegte mit 24:4 Punkten den 1. Platz in der Kreisliga.

Nicht so gut lief es bei den Senioren, denn die Spieler der AK II mussten ihr Team wegen Spielermangel zurückziehen, während die Senioren III diesmal nur  Dritter in Oberfranken wurden. Erfreulicher war das Abschneiden der Damen, die unter Coach Claus Meixner  Fortschritte machten und mit dem 4. Platz den Klassenerhalt in der Bezirksliga sicherten.

Im Jugendbereich startete die D-Jugend mit den Trainern Michi Pehle und Hagen Koch in der Bezirksliga und belegte einen Mittelfeldplatz, schöpfte aber ihr Potenzial nicht ganz aus. Die E1 (Coach Jochen Hirmke) war erneut das Aushängeschild in der Jugendarbeit, sicherte sie sich doch letztendlich souverän die Meisterschaft in der Bezirksliga. Bei der oberfränkischen Meisterschaft traf man im Halbfinale auf den ATS Kulmbach, den man mit 106:35 aus der Halle fegte, wobei mit Uli Hirmke (23), Lukas Vonhausen (21), Moritz Hirmke (14), Lukas Sasse (14) und Felix Schiel (14) gleich fünf Spieler zweistellig punkteten. Im Finale war der Gegner die BG Litzendorf, die den Baunachern die einzige Saisonniederlage beigebracht hatten. Doch diesmal waren die Baunacher Minis besser vorbereitet, sodass die Begegnung schon beim Halbzeitstand von 50:8 entschieden war. In der 2. Hälfte wurden dann überwiegend die Bankspieler eingesetzt und Litzendorf konnte das Endergebnis (75:36) freundlicher gestalten. Erneut waren Uli Hirmke (30) und Lukas Vonhausen (19) die besten Vollstrecker bei diesem vielumjubelten Erfolg.

Jürgen Liebl baute eine zweite E-Jugend auf, um allen Minis eine Spielmöglichkeit zu bieten und musste erwartungsgemäß Lehrgeld bezahlen. Während die  F-Jugend im hinteren Tabellenfeld landete, konnte die ebenfalls von Susi Hirmke trainierte G-Jugend ihren einzigen Gegner in Oberfranken, die DJK Bamberg besiegen und somit ebenfalls eine Meisterschaft einfahren.

Anfang Mai wurde im großen Rahmen das 25-jährige Jubiläum der Basketballabteilung mit einem Mixturnier und einem tollen Festabend gefeiert, bei dem sich viele ehemalige Baunacher Basketballer trafen.

Nach den Feiern zum 90-jährigen Bestehen des Hauptvereins mit einem vereinsinternen Quattroballturnier musste wieder gearbeitet werden, denn beim 4. OBI-Streetballturnier, das erneut unter Federführung der deutschlandweiten Biber-Beats-Tour ausgeschrieben wurde, konnte mit 65 Mannschaften ein neuer Teilnehmerrekord erreicht werden. Knapp 3000 Zuschauer kamen zu diesem Event und genossen bei herrlichem Wetter die Wettbewerbe und das umfangreiche Rahmenprogramm.