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Saison 2003/04

Viel Arbeit lag hinter Jochen Hirmke, bevor die neue Saison beginnen konnte. Zum einen musste eine völlig neue Mannschaft auf die Beine gestellt werden, nachdem Markus Müller, Sebastian Anwander, Peter Oechsler und Jimmy Hummel (alle Rattelsdorf) sowie Michael Ludwig (Breitengüßbach) den Verein verließen. Zum anderen wechselte man die Heimhalle und wollte seine Punktspiele in der wunderschönen neuen RegnitzArena in Hirschaid durchführen. Schon im März hatte der FC-Abteilungsleiter mit dem Bamberger Bundesliga-Manager Wolfgang Heyder eine Zusammenarbeit vereinbart, um wieder ein schlagkräftiges Team aufzubauen. Heyder übernahm selbst das Training zusammen mit Detlev Pehle und stellte ein Team zusammen, in dem überwiegend Spieler aus dem Jugendkonzept des GHP Bamberg Spielpraxis in der 2. Regionalliga erhalten sollten. Als „erfahrener“ Spieler konnte Christoph Sieben gewonnen werden, der schon Zweitligaluft geschnuppert hatte. Erfreulich war, dass mit Patrick Morris und Tobias Fuchs, die als einzige vom letzt jährigen Kader übrig blieben, sowie mit Christoph Fuchs gleich drei „echte“ Baunacher in der 1. Mannschaft spielten. Zunächst waren viele Baunacher skeptisch, ob dieser jungen Truppe der Klassenerhalt zu realisieren wäre, doch als man beim Vorbereitungsturnier in Rattelsdorf den 3. Platz belegte und dabei die Gastgeber mit über 20 Punkten besiegte, dämmerte manchem, dass man heuer oben mitspielen könnte. Auch beim eigenen Saisoneröffnungsfest begeisterte man die Fans, als man den Ligakonkurrenten BBC Bayreuth mit 100:73 schlug.

In die Saison startete der FC mit einem 81:60 Auswärtssieg beim Neuling in Chemnitz, wobei zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnte, wie wertvoll dieser Erfolg am Ende sein sollte. Als zum ersten „Heimspiel“ gegen Zwickau (82:63) nach Hirschaid über 300 Zuschauer kamen, waren auch die Skeptiker überzeugt, die geglaubt hatten, dass der FC heuer vor leeren Rängen spielen müsse. In Bamberg gelang ein hart erkämpfter Sieg gegen die DJK, wobei der Erfolg mit einer Sperre gegen Alexej Bondar teuer bezahlt werden musste:

Nach dem Sieg in Bayreuth (96:102, Daniel Aas 32 Punkte) stand man nach dem 7. Spieltag als einziges Team unbesiegt an der Spitze, als es zum Duell gegen Rattelsdorf kam. Obwohl die Gäste als Vorletzter nur Außenseiter waren, lieferten sich die Mannschaften vor über 400 Zuschauern ein typisches Lokalderby, in dem der FC mit 75:66 die Oberhand behielt.

Am letzten Vorrundenspieltag empfingen die Oberfranken mit BiG Gotha den härtesten Verfolger. Im spannendsten Spiel des Jahres war es ausgerechnet Youngster Johannes Betz (15 Jahre), der drei Sekunden vor Schluss mit zwei eiskalt verwandelten Freiwürfen den vielumjubelten 66:64 Heimsieg sicher stellen konnte. Nur eine Woche später wurde mit Chemnitz der nächste Verfolger mit 75:62 nach Hause geschickt, sodass der FC nun bereits 6 Punkte Vorsprung in der Tabelle hatte. Die weiteren Begegnungen der Rückrunde gewann man mehr (z.B. 135:62 gegen Mühlhausen, Christoph Sieben 57 Punkte) oder weniger deutlich, sodass man drei Spieltage vor Ende der Saison schon das Meisterstück machen konnte. In der Abtenberghalle wollte die Truppe um Sebastian Betz den Sack zumachen und das gelang mehr als eindrucksvoll. Von Anfang an ließ man vor fast 500 Zuschauern den Rattelsdorfern keine Chance und beim Halbzeitstand von 27:50 hörte man nur noch die vielen begeisterten Baunacher Fans, die am Ende einen 60:99 Triumph und damit die vorzeitige Meisterschaft feiern durften.

Zwar konnte man in den letzten bedeutungslosen Spielen nicht die weiße Weste behalten, doch mit 36:4 Punkten und einem hervorragenden Korbverhältnis hatte man zum Saisonabschluss immer noch 4 Punkte Vorsprung vor Chemnitz.

Rang 
Name 
Verl. 
Spiele 
Punkte 
Körbe 
Diff. 
1
FC messingschlager Baunach
 
20
36:04:00
1636 : 1247
389
2
BV Chemnitz 99 e. V.
 
20
32:08:00
1738 : 1494
244
3
BIG Brauerei Gotha Rockets
 
20
24:16:00
1683 : 1468
215
4
SpVgg Rattelsdorf
 
20
22:18
1746 : 1748
-2
5
BBC Bayreuth
 
20
20:20
1704 : 1679
25
6
universa DJK Don Bosco Bamberg
 
20
18:22
1548 : 1518
30
7
BC Energie Zwickau
 
20
18:22
1544 : 1613
-69
8
DJK Würzburg
 
20
18:22
1647 : 1729
-82
9
Basketballverein Leipzig e.V.
 
20
16:24
1472 : 1535
-63
10
Hainich-Baskets
§
20
16:24
1504 : 1689
-185
11
USV Erfurt e.V.
§
20
00:40
1251 : 1753
-502

Die Statistik:

Rang
Nachname
Vorname
Punkte
Spiele
Schnitt
 1. 
 Sieben 
 Christoph 
 356 
 16 
 22.2 
 2. 
 Betz 
 Sebastian 
 256 
 13 
 19.7 
 3. 
 Aas 
 Daniel 
 127 
 15 
 8.5 
 4. 
 Bischof 
 Manuel 
 105 
 16 
 6.6 
 5. 
 Hosper 
 Tobias 
 103 
 15 
 6.9 
 6. 
 Betz 
 Johannes 
 93 
 10 
 9.3 
 7. 
 Weber 
 Benedikt 
 82 
 12 
 6.8 
 8. 
 Fuchs 
 Tobias 
 57 
 7 
 8.1 
 9. 
 Bondar 
 Alexej 
 51 
 6 
 8.5 
 10. 
 Fuchs 
 Christoph 
 36 
 9 
 4.0 
 11. 
 Hasler 
 Raymond 
 36 
 10 
 3.6 
 12. 
 Biederstedt 
 Daniel 
 35 
 4 
 8.8 
 13. 
 Günther 
 Christoph 
 27 
 15 
 1.8 
 14. 
 Weber 
 Max 
 19 
 1 
 19.0

Ein weiterer Baustein der Kooperation mit GHP Bamberg war die Meldung einer A-Jugend, die auf Grund ihrer Spielstärke gleich für die Oberfränkische Meisterschaft gesetzt war. Unter dem Trainergespann Steffen Dauer/Rainer Wolfschmitt fegte man dabei Rattelsdorf und Bayreuth aus der Hans-Jung-Halle und qualifizierte sich für die Vorrunde der Nordbayerischen Meisterschaft, wo man im Georgendamm gegen Rattelsdorf und Weiden überhaupt nicht gefordert wurde. Bei der Endrunde in Breitengüßbach siegte der FC ebenfalls klar gegen TG Würzburg und Rattelsdorf und war somit für die bayerische Meisterschaft qualifiziert, die man selbst in der Graf-Stauffenberg-Halle veranstaltete. Jetzt musste sich gegen die starken südbayerischen Teams zeigen, wie stark die Mannschaft wirklich ist. Gegen die TG Landshut gelang zum Auftakt ein 84:57 Arbeitssieg.

Nachdem man Rattelsdorf wie in allen Spielen zuvor mit 97:57 überrollt hatte, kam es zu einem echten Finale gegen Bayern München. Jetzt zeigten die FCler ihre ganze Klasse ( Sebastian Betz 27, Tobias Brütting 13, Daniel Aas 13) und holten mit einem nicht erwarteten 96:57 Kantersieg den ersten Bayerntitel einer Baunacher Jugendmannschaft.

Damit durfte man die Südostdeutsche Meisterschaft in der gleichen Halle austragen und besiegte zum Auftakt den BV/TU Chemnitz mit 103:72 (Sebastian Betz 36, Tobias Brütting 18, Ray Hasler 16). Nach dem Turnierverlauf konnte man schon mit einem Sieg gegen Bayern München die Meisterschaft einfahren. Doch diesmal zeigten sich die Oberbayern hervorragend eingestellt und hielten bis zum 67:66 mit. Erst in der Schlussphase war es wieder einmal Sebastian Betz (25), der den knappen 73:68 Erfolg (Torsten Kühnlein 14) sicherte. Im bedeutungslosen Spiel gegen Tu S Jena tat man nicht mehr als nötig, um mit 91:82 (Sebastian Betz 23, Christoph Fuchs 21) weiterhin ungeschlagen zu bleiben.

Nun musste man zum ersten Mal auswärts in Schelklingen bei der Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft antreten und siegte zum Auftakt nach verschlafenem 7:22 Auftakt durch Sebastian Betz (31), Torsten Kühnlein (29) und Daniel Aas (16) noch mit 104:81 gegen den TV Langen. Diesmal tat man sich gegen den alten Rivalen Bayern München leichter und warf sie mit einem 122:82 Erfolg (Sebastian Betz 28, Torsten Kühnlein 19, Tobias Brütting 15, Geo Bayer 14, Nils Pelikan 13) aus dem Turnier. Wieder kam es zu einem echten Endspiel gegen die Gastgeber Urspring Schelklingen.  Zur Pause führten die Oberfranken noch mit 54:42, doch dann fühlten sich die FCler durch die Schiris benachteiligt, die Sebastian Betz nur insgesamt 10 Minuten spielen ließen und dem Südwestmeister einen schmeichelhaften 90:84 Erfolg (Christoph Fuchs, Torsten Kühnlein, Ray Hasler je 13) ermöglichten.

Somit musste man in der Finalrunde wieder nach Schelklingen reisen und traf dort im Halbfinale auf den hohen Favoriten TuS Lichterfelde Berlin.

Unerwarteter Weise gab es nämlich auch große Erfolge im Seniorenbereich Ü48/Ü32: Erstmals wurde eine Seniorenmannschaft der Altersklasse 4 (über 48 Jahren) gemeldet, die mit drei sicheren Siegen in Darmstadt das Qualifikationsturnier zur Endrunde gewann. Im 1. Spiel trafen die Baunacher auf den VfL Osnabrück. Nach nervösem Auftakt führten die Niedersachsen mit 10:9, doch 2 Dreier von Jürgen Becher brachten die FCler zur Pause mit 19:12 nach vorne. Obwohl man in der 2. Halbzeit eine schwache Freiwurfquote aufwies, brachte man den wichtigen 1. Erfolg unter Dach und Fach, da nun Clemens Rüb unter dem Korb für die notwendigen Punkte zum 37:33 Sieg sorgte.

In der zweiten Begegnung konnte man sich mit einem Erfolg gegen die Sportfreunde Neukölln bereits für die Endrunde qualifizieren; dementsprechend konzentriert gingen die Baunacher in die Partie. Bis zur 7. Minute verlief das Spiel relativ ausgeglichen (13:11), dann zogen die Franken das Tempo an und erhöhten den Vorsprung bis zum Wechsel auf 24:16, wobei vor allem Neuzugang Peter Schumm und erneut Rüb und Becher wichtige Körbe erzielt hatten. In der 2. Halbzeit spielten dann Michi Hübner und Geo Lang ihre Schnelligkeit aus, sodass die Führung vorentscheidend auf 39:22 ausgebaut werden konnte. Am Ende der Partie hatte man neben einem 47:30 Erfolg auch schon das Ticket für Möhringen in der Tasche.

Im Finale gegen den ebenfalls ungeschlagenen TSV Quakenbrück ging nun darum, sich mit einem Triumph eine möglichst gute Ausgangsposition für die Setzliste bei der „Deutschen“ zu sichern. Aber auch der Gegner hatte sich einiges vorgenommen und konnte bis zur 9. Minute (14:14) mithalten. Dann spielten die Baunacher ihre konditionelle und mannschaftliche Überlegenheit aus und kamen über 29:19 (17. Min.) zu einem klaren 36:21 Erfolg, da Coach Jochen Hirmke über die bestbesetzte Bank  aller teilnehmenden Mannschaften verfügen konnte.

Über die Deutsche Meisterschaft berichtete die Presse:

Deutscher Vizemeister wurden von links: Peter Schumm, Clemens Rüb, Hubert Nüßlein, Michi Hübner, Berhard Aas, Geo Lang, Detlev Pehle, Jürgen Becher, Micha Ruß

Nach einigen Jahren Pause ging in diesem Jahr auch wieder eine Senioren 2 – Mannschaft an den Start, nachdem mit Konni Weiß, Ingmar Kühhorn, Christoph Gradl oder Micha Thurn einige ehemalige Baunacher Zweitligaspieler auf ihre „alten Tage“ wieder zum FC zurückkehrten. Überraschenderweise holte sich diese Truppe gleich mit 10:2 Punkten die oberfränkische Meisterschaft vor dem TSV Breitengüßbach (8:4) und durfte somit bei der Südostdeutschen Meisterschaft in Erlangen auflaufen. Gleich im ersten Turnierspiel mussten sich die Baunacher mit dem Titelverteidiger und amtierenden Deutschen Meister Bayern München auseinandersetzen. Im Gegensatz zu einigen Skeptikern im Team, die in dieser Partie gegen den haushohen Favoriten keine Chance sahen, coachte Roland Back voll auf Sieg und sollte nach einer nervenaufreibenden Schlacht recht behalten. Obwohl die Münchner den besseren Start zu verzeichnen hatten und nach dem 1. Viertel (7. Minute) mit 12:6 vorne lagen, gaben die FCler nicht nach und kamen durch Punkte von Jürgen Fuchs bis zur Pause auf 21:20 heran. Eine  46:42 Führung der Oberbayern beantwortete Christoph Gradl mit 6 Punkten Folge, doch die Bayern konterten eiskalt und lagen zu Beginn der letzten Minute wieder mit 51:48 vorne. Ein eminent wichtiger Dreier von Günther Kern brachte den Ausgleich und als Micha Thurn in den Schlusssekunden nervenstark drei von vier Freiwürfen verwandelte, durfte er sich nach dem 54:52 Sieg als Matchwinner feiern lassen.

In der zweiten Begegnung gegen den CVJM Erlangen liefen die Oberfranken einem 6:13 Rückstand hinterher, den sie aber bis zur Pause in einen 28:24 Vorsprung umwandeln konnten. Auch nach dem Wechsel blieb die spannende Partie ausgeglichen, denn zu Beginn der letzten Minute führten die Jungs um Konni Weiß nur mit 47:46. Erneut behielt man bis zum Schluss die Nerven und mit 52:48 das bessere Ende für sich.

Noch aber war nichts erreicht, sondern man musste im letzten Spiel gegen den TB Weiden noch einmal alles geben. Vor allem in der Verteidigung erhöhten die Baunacher den Druck, sodass sie mit 7:2 nach dem 1. Abschnitt führten. Während aber nun die Oberpfälzer langsam abbauten, profitierte der FC von seiner hervorragend besetzten Bank und konnte das Tempo sogar noch erhöhen. Jetzt steigerten sich die Baunacher, bei denen Jörg Mausolf ein gelungenes Debüt ablieferte, in einen wahren Spielrausch und gewannen allein das 2. Viertel mit 32:11. Der Widerstand des Gegners war somit gebrochen und der Vorsprung wurde locker bis zum 71:31 Endstand ausgebaut. Damit war die Meisterschaft perfekt und man hatte sich gleichzeitig für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert, die in Berlin stattfand und hervorragend organisiert wurde.

Gegen den mit einigen ehemaligen Zweitliga-Spielern angetretenen TV Langen war Baunach im 1. Spiel zwar schnell mit 10 Punkten im Rückstand, hatte jedoch durch die gute Verteidigung immer wieder Ballgewinne. Leider vergab man durch die sehr schwache Wurfquote aus dem Feld (zudem verwarf man auch noch  17 Freiwürfe!) die Chance, wieder näher heranzukommen. So gewann Langen dieses Auftaktmatch verdient mit 45:31. Gegen den BBC Magdeburg lief es dann besser. Zwar war das Spiel über weite Strecken sehr ausgeglichen, doch konnte man im letzten Viertel noch einen Gang höher schalten und letztlich sicher mit 47:40 die Oberhand behalten. Nachdem Hagen dann überraschend gegen Langen gewonnen hatte, konnte der FC dann durch einen Sieg gegen Hagen sogar noch das Endspiel oder das Spiel um Platz 3 erreichen. Auch hier verteidigte man wieder engagiert und hatte so auch die Chance, viele Angriffe und Wurfmöglichkeiten herauszuarbeiten, doch wiederum war Baunachs Wurfquote miserabel. So lief man wieder die ganze Begegnung hinterher und verlor letztlich klar mit 35:51.Im Spiel  um Platz 5 traf man somit auf den TV Kirchheimbolanden um Ex Zweitligaspieler Willi Unger. Diese Begegnung war über die komplette Spielzeit  sehr knapp, sodass  am Ende der letzte Wurf den Ausschlag gab. Hier zog Baunach dann knapp mit 54:56 den Kürzeren.

Es spielten: Thurn (52 Punkte); Kober (29); Gradl (24); Weiß (17); Dr. Kern (14);Mausolf (11); Fuchs (9); Kühhorn (7); Reinfelder (5). Coach: R. Back

Die unglaublichen Erfolge in dieser Saison wurden komplettiert von der D-Jugend (U14), die aus lauter Eigengewächsen bestand und schon seit einigen Jahren von Jochen Hirmke gecoacht wurde. Nach durchwachsenem Saisonstart legte das Team in der Bezirksliga einen tollen Endspurt hin, denn nach der Niederlage gegen den Meister TTL Bamberg lag die Mannschaft eigentlich aussichtslos auf  dem 5. Platz, doch dann blieb das Team ungeschlagen und sicherte sich mit 6 Minuspunkten noch den begehrten 2. Platz und damit die Qualifikation zur Vorrunde der Nordbayerischen Meisterschaft. Dabei traf im 1. Spiel der favorisierte Oberpfalzmeister TB Weiden auf den FC messingschlager Baunach. Es dauerte lange, bis sich die FCler auf die schlechten äußeren Umstände in Weiden eingestellt hatten und bis zur 12. Minute einen mühsamen 24:17 Vorsprung herausspielen konnten. Doch nun griffen die einseitig pfeifenden Schiedsrichter ins Geschehen ein und verschafften mit dubiosen Entscheidungen den Gastgebern eine 41:33 (19. Minute) Führung. Erst nach zwei technischen Fouls gegen die Bank der Baunacher änderten die „Unparteiischen“ ein wenig ihre Linie, sodass der überragende Kapitän Uli Hirmke die Oberfranken mit 73:66 (32. Minute) nach vorne bringen konnte. Genau zu diesem Zeitpunkt musste er jedoch nach einem weiteren fragwürdigen Foul das Feld verlassen. Jetzt aber sprangen Lukas Sasse und vor allem der über 40 Minuten toll aufspielende Playmaker Moritz Hirmke in die Bresche und hielten in einer nervenaufreibenden Schlussphase den Vorsprung. Matthias Rosenthal, der seine beste Saisonleistung ablieferte, war es dann, der den letztendlich noch klaren 89:76 Erfolg unter Dach und Fach brachte.

Im zweiten Spiel hatte der oberfränkische Meister TTL Bamberg überhaupt keine Mühe, die schwache DJK Neustadt mit 109:60 zu bezwingen, sodass im Finale Bamberg und Baunach aufeinander trafen. Wer nun mit einem einseitigen Finale zugunsten der bisher kaum geforderten Bamberger gerechnet hatte, musste sich eines Besseren belehren lassen, denn überraschender Weise gingen die Baunacher gleich mit 12:6 in Führung und hatten nach dem 1. Viertel mit 26:25 die Nase vorne. Auch im 2. Abschnitt lagen die FCler ständig in Front, denn Uli Hirmke, der überhaupt nicht zu stoppen war, traf fast jeden Wurf und hatte bis zur 43:40 Halbzeitführung schon 32 Punkte erzielt. Allerdings erhielt er mit der Pausensirene sein 4. Foul und musste in der 2. Hälfte geschont werden. Das nützten der TTL aus, um nach 30 Minuten mit 66:55 in Führung zu gehen. Als gleich zu Beginn des letzten Viertels Uli Hirmke sein 5. Foul bekam, war die Partie entschieden, obwohl sich Lukas Vonhausen und Lukas Sasse nach besten Kräften gegen die 91:75 Niederlage wehrten.

Gegen eine körperlich und athletisch weit überlegene Mannschaft aus Ansbach musste der FC 14 Tage später in der Endrunde der Nordbayerischen Meisterschaft antreten. Lediglich Uli Hirmke konnte einigermaßen dagegenhalten und sein Team bis zur 16. Minute mit 28:22 in Führung bringen. Doch bis zur Pause (37:33) hatte er schon drei Fouls auf dem Konto. Nach der Pause überzeugten auch Lukas Sasse im Defensivrebound sowie Moritz Hirmke und Lukas Vonhausen im Aufbau, sodass die FCler ständig knapp vorne lagen. Doch beim Stand von 55:51 musste der Baunacher Topscorer kurz vor Ende des 3. Viertels mit 5 Fouls das Feld verlassen. Trotzdem wehrte sich der oberfränkische Vizemeister bis zur 35. Minute (56:56) gegen die drohende Niederlage, dann aber ließen die Kräfte nach und der TSV Ansbach konnte noch einen deutlichen 71:60 Sieg einfahren. Dennoch war die abgelaufene Saison ein Riesenerfolg für die Schützlinge von Coach Jochen Hirmke, konnte doch das gesteckte Saisonziel als 3. Nordbayerischer Meister überboten werden. Außerdem schafften nach längerer Pause mit Uli Hirmke und Lukas Sasse gleich zwei Baunacher den Sprung in die Oberfrankenauswahl. Es spielten: Uli Hirmke 43/40/31, Lukas Sasse 11/13/6, Matthias Rosenthal 16/2/2, Lukas Vonhausen 3/13/4, Moritz Hirmke 8/5/7, David Lösel 6/2/2, Max Schiel 2/0/2, Marius Pfister -/-/6, Peter Reh, Daniel Lösel, Stefan Porzelt, Simon Limpert.

Eine weitere Vizemeisterschaft fuhren die Jüngsten ein. Unter Coach Susi Hirmke hatte die U9 lange Zeit gute Chancen auf die Oberfränkische Meisterschaft. Nachdem man das Hinspiel beim einzigen echten Konkurrenten in Breitengüßbach nur mit einem Punkt verloren hatte, rechnete man sich für das Rückspiel einiges aus. Doch ausgerechnet Benedikt Bentele brach sich vor dem Spiel einen Finger und ohne seinen Spielmacher musste man zu Hause eine klare Niederlage einstecken. Dennoch konnte man sehen, dass man bei den Mikros wieder einen guten Jahrgang herangezogen hatte.

Neben diesen unglaublichen Erfolgen gab es in dieser Saison aber auch eine Enttäuschung, denn zum zweiten Mal in der Geschichte des FC musste ein Team absteigen. In der Bezirksliga der Herren war die 2. Mannschaft von Anfang an im Hintertreffen. Vor allem in der Rückrunde zeigten sich dann regelrechte Auflösungserscheinungen und ließ das Verhalten einiger Spieler zu wünschen übrig. So sehr sich auch der bedauernswerte Spielertrainer Darryl Smith bemühte, sein Team verlor jede Begegnung und landete abgeschlagen auf dem letzten Platz. Wesentlich erfreulicher verlief die Saison der Dritten in der Bezirksklasse. Obwohl die Truppe um Claus Meixner und Jörg Mausolf Besetzungsprobleme hatte, spielte sie um die Meisterschaft mit und kam am Ende nur durch den schlechteren direkten Vergleich mit 22:10 Punkten  hinter Meister BBC Bayreuth 3 auf den 2. Platz. Auch die Vierte spielt in der Kreisliga vorne mit, obwohl die meisten Spieler schon weit über 40 Jahren alt waren. So ging in manchen Spielen einfach die Puste aus, sodass es am Ende mit 18:10 Punkten zum 3. Platz langte. Später stellte sich heraus, dass man damit die Grundlage für die Deutsche Vizemeisterschaft der Senioren Ü48 gelegt hatte. Die Senioren Ü40 kamen in der Bezirksliga mit 8:4 Punkten hinter Breitengüßbach auf den 2. Platz. Die Damen unter ihrem bewährten Coach Claus Meixner sicherten sich frühzeitig den Klassenerhalt in der Bezirksliga und belegten mit 6:14 Punkten den 5. Platz. Die Minis, die in der Bezirksliga unter Julia Burkert spielten, hatten oft Mühe, 7 Spieler zusammen zu bekommen und landeten mit 6:22 Punkten auf dem 6. Platz. Eine 2. Minimannschaft wurde von Bernhard und Christoph Fuchs in der Bezirksklasse ins Rennen geschickt und zeigte sich im Lauf der Saison, obwohl man nur 4:20 Punkte (6. Platz) erreichte, stark verbessert. Die U10 wurde erneut von Susi und Johanna Hirmke betreut und erreichte mit insgesamt 12:10 Punkten in Oberfranken den 6. Platz.

Nach insgesamt 183 Spielen in dieser Mammutsaison, wobei man 103 Siege einfahren konnte, gab es im bisher wohl erfolgreichsten Jahr der Abteilung bei den weiterführenden Meisterschaften folgende Bilanz:

Oberfränkische Meisterschaft: 1 x 1. Platz, 1 x 2. Platz

Nordbayerische Meisterschaft: 1 x 1. Platz; 1 x 3. Platz

Bayerische Meisterschaft: 1 x 1. Platz

Südostdeutsche Meisterschaft: 2 x 1. Platz

Süddeutsche Meisterschaft: 1 x 2. Platz

Deutsche Meisterschaft: 1 x 2. Platz; 1 x 3. Platz; 1 x 6. Platz

Während der Sommerpause wurde der Etat für eine Regionalligasaison auf die Beine gestellt, wobei man mit der Franken Bräu einen neuen Trikotsponsor finden konnte. Auch die zahlreichen Aktivitäten an der Baunacher Kirchweih trugen einen Teil zur Finanzierung bei, für die man mit Stefan Amon einen weiteren Mitarbeiter gewinnen konnte. Höhepunkt war dabei sicherlich die Autogrammstunde mit GHP-Publikumsliebling Derrick Taylor, der am Montagabend viele Fans in den vollbesetzten Hof der Familie Möltner an der Überkumstr.1 zog.