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Saison 2010/11

Ein großer Umbruch kennzeichnete die Saison, denn Trainerlegende Wolfgang Heyder hörte nach seinem 12. Jahr in Baunach aus zeitlichen Gründen auf. Der FT schrieb: „Nachdem der Wechsel von Wolfgang Heyder zu Timo Fuchs/Jörg Mausolf schon längere Zeit fest stand, nimmt auch der neue Kader des Regionalligisten HD Immo Baunach langsam Konturen an. Nicht mehr im Team sind Marco Lachmann (zum TV Langen), Blanchard Obiango (Craisheim Merlins), Jonas Wiese und Jörg Dippold (beide TSV Breitengüßbach), Patrick Seidel (Rattelsdorf), Christoph Aas (aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen) und Kapitän Felix Ferner (Pause wegen beruflichem Auslandsaufenthalt). HD Immo Baunach bedankt sich bei allen Spielern für ihren Einsatz in den letzten Jahren und wünscht ihnen alles Gute für ihren weiteren sportlichen und beruflichen Lebensweg. Abteilungsleiter Jochen Hirmke hofft dabei vor allem darauf, dass Felix Ferner in der nächsten Saison wieder für Baunach auf dem Feld eingreift. Nur noch eingeschränkt steht der junge Arzt Felix Sauer zur Verfügung, der sicherlich häufiger wegen Überstunden und Wochenenddiensten im Bamberger Klinikum fehlen wird. Dennoch freuen sich die Baunacher Verantwortlichen über die Zusage von Sauer, ist doch gerade er einer der erfahrenen Spielern, der mit seiner Einstellung den jungen Spielern ein Vorbild sein wird. Neben Jörg Dippold hat auch Niklas Jungbauer den Sprung in das Breitengüßbacher Pro B Team geschafft, er kann aber weiterhin mit einer Doppellizenz für Baunach auflaufen. Den gleichen Status hat Neuzugang Manuel Rockmann, der letzte Saison in Regnitztal zum Einsatz kam. Ebenfalls bei der BG Regnitztal spielten die Neuzugänge Alex Heide, Dirk Dippold und der Baunacher Christopher Roch, der wieder zu seinem Stammverein zurückkehrt. Neben diesen Youngstern, die alle zwischen 16 und 20 Jahren alt sind, wurde mit Christoph Jungbauer (23) schon fast ein Routinier verpflichtet, der zuletzt in der Pro B in Breitengüßbach spielte. Der 2,08 m große Center legte dabei in den letzten vier Jahren in 93 Spielen 3,37 Punkte und 3,18 Rebounds im Schnitt auf.

Aus der 2. Mannschaft der Baunacher stoßen Markus Rosenthal, Moritz Hirmke und Florian Ludwig zum Regionalligakader, wenngleich ihr Hauptaugenmerk natürlich auf die Bezirksklasse gerichtet ist. Als letzter Neuzugang stieß Michael Lachmann zur Fuchs-Truppe.

Michi kann auf der Flügelposition eingesetzt werden und spielte zuletzt bei der TG Würzburg in der Regionalliga.

Eventuell soll die Mannschaft noch verstärkt werden, stellt man doch sicherlich eines der jüngsten Teams in der Regionalliga, in der sich viele Vereine bereits auf dem Weg zum Halbprofitum befinden. Ziel kann deshalb nur der Klassenerhalt sein, alles andere darüber hinaus wäre eine erfreuliche Zugabe.“

Los gings gleich mit dem Derby in Rattelsdorf, das man unglücklich verlor:

Fünf Extraminuten mussten gespielt werden, ehe im ersten Frankenderby der Basketball-Regionalliga Südost der Sieger feststand. Vor über 600 Zuschauern konnten sich die heimischen Independents schließlich 117:107 nach Verlängerung durchsetzen. Das hatten sie am Ende vor allem Daniel Aas zu verdanken. Der Ex-Baunacher glänzte nicht nur mit 31 Punkten und 8 Assists, sondern brachte die Independents erst mit einem Dreier kurz vor Schluss in die Verlängerung und erzielte dort acht weitere Punkte. Doch zunächst von Beginn an: Baunach erwischte den besseren Start, nach einem Dreier von Sauer führten sie 9:4. Dann jedoch entwickelte sich ein ausgeglichenes erstes Viertel. Keine Mannschaft konnte sich absetzen und meist hatten die Gäste knapp die Nase vorne. 27:28 hieß es nach zehn gespielten Minuten. Im zweiten Abschnitt legten die Independents dann los wie die Feuerwehr. Jergo, Aas, Johnston und Lukas Sasse sorgten mit einem 14:4 Lauf schnell für ein Neun-Punkte-Polster, zur Halbzeit hieß es dann 61:50.

Nach der Pause kamen die Baunacher, neu motiviert vom Trainergespann Fuchs/Mausolf, besser aus den Kabinen. Nach 30 Minuten konnte Rattelsdorf die Führung jedoch noch beim 84:77 behaupten. Der letzte Abschnitt war in Spannung und Dramatik dann kaum zu überbieten. Zunächst zogen die Independents wieder bis auf elf Zähler davon (92:81, 33. Minute), doch kämpften sich die jungen Baunacher mit tollem Einsatz zurück ins Spiel und nach 12 unbeantworteten Punkten der Nachbarn ging Baunach unter dem Jubel der vielen mitgereisten Fans wieder mit 93:92 in Führung (36. Minute). Nach kurzem Hin und Her schaffte es Baunach schließlich auf 99:96 zu erhöhen, ehe die Gastgeber mit einem Dreier 25 Sekunden vor dem Ende den Ausgleich besorgten. In den letzten Sekunden versagten dann den Baunachern an der Freiwurflinie die Nerven, doch nach einem Offensivrebound hatte man es mit dem letzten Angriff in der Hand, das Spiel zu entscheiden. Aber nun zeigte sich noch die mangelnde Erfahrenheit der Truppe: Anstatt zum Korb zu ziehen, versuchte man es mit einem Dreier aus der Ecke, der sein Ziel verfehlte: Verlängerung.

In den fünf Extraminuten konnten die Baunacher durch Niklas Jungbauer die ersten Punkte erzielen, Steffen Riedel antwortete jedoch eiskalt mit einem Dreier und Aas legte nochmals zwei Punkte drauf. Die Gäste glichen dann zwar nochmals aus, fanden dann jedoch gegen die Indpendents, die inzwischen auf eine Zonenverteidigung umgestellt hatten, kein Rezept mehr. Am Ende blieb es Steffen Riedel mit einem krachenden Dunking vorenthalten den 117:107 Endstand herzustellen. Coach Timo Fuchs war trotz der unglücklichen Niederlage mit seinem Team nicht nur unzufrieden: „ Nach gutem Anfang haben wir uns durch zahlreiche Ballverluste selbst das Leben schwer gemacht. Die Mannschaft hat aber in der 2. Hälfte Charakter gezeigt und sich zurückgekämpft. Natürlich hätten wir das Spiel nicht mehr verlieren dürfen, in den letzten Sekunden fehlte uns einfach noch die Cleverness.“

Rattelsdorf Indpendents: Aas (31 Punkte/ 2 Dreier), Jergo (26/ 3), Johnston (15/2), Riedel (14/3), Lukas Sasse (7/1), Feistkorn (6), Felix Sasse (6/2), Krauß (4/1), Albus (3/1), Vonhausen (3/1), Wagner (2), Reh

HD Immo Baunach: Heide (25), Dippold (14), Christoph Jungbauer (14), Niklas Jungbauer (12), Sauer (10/1), Zenkel (8), Shanneik (7/1), Lachmann (6), Rosenthal (6), Hirmke (5), Heyder, Roch

Feistkorn gegen Christoph Jungbauer

Auch in Regnitztal musste man sich nach einer grausamen Leistung deutlich mit 82:75 geschlagen geben: Das Derby begannen beide Parteien sehr nervös und leisteten sich vor allem in den ersten beiden Vierteln viele individuelle Fehler sowie eine überdurchschnittliche Zahl von Abspielfehlern. Beide Mannschaften hatten in dieser Phase des Spiels auch in der Offensive nicht ihren besten Tag erwischt, einzig Dirk Dippold (Baunach) und Kevin Eichelsdörfer (Regnitztal) im ersten Abschnitt konnten eigentlich normal und konstant punkten, alle anderen Akteure auf dem Feld hatten hierbei so manchmal ihre Probleme. Deshalb in der ersten Hälfte auch öfter mal ein Raunen auf den gut gefüllten Zuschauerrängen. Gleich zu Beginn des 2. Viertels musste Baunach unglücklicherweise auf Uli Hirmke verzichten, der sich nach langer Verletzungspause an seinem wieder genesenen Knie erneut verletzte. Zum Pausentee ging es mit einer 32:30 Führung für Regnitztal. In der zweiten Hälfte ein ganz anderes Bild; beide Teams gingen intensiver in das Spiel und konnten ihre bis dahin schlechten Offensivquoten kontinuierlich nach oben verbessern. Bis Ende des dritten Viertels konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen und einen größeren Vorsprung erarbeiten. Im letzten Viertel kämpften beide mit offenem Visier und boten den Fans beider Lager ein spannendes Derby bis zum Schluss. Ausschlaggebend für den Regnitztaler Erfolg waren vor allem die bessere Freiwurfquote (79:63 Prozent) sowie die Dreierquote mit 10:1 verwandelten Dreiern. Regnitztal kann sich mit diesem Sieg und jetzt Platz 5 im vorderen Tabellendrittel festsetzen, bei Baunach hingegen muss man nach einem Sieg, vier Niederlagen und weiterhin Platz 13 von einem klassischen Fehlstart reden. HD Immo Baunach: Dippold (14/1); Rockmann (14); Heide (14); C. Jungbauer (10); Lachmann (7); Sauer (5); Zenkel (4); N. Jungbauer (4); Müller (3); Hirmke; Shanneik; Roch. Zuschauer: 300

So lag man zur Weihnachtspause mit 18 Punkten aus 13 Spielen nur einen Sieg vor einem Abstiegsplatz. Als dann auch noch der Rückrundenstart gegen Rattelsdorf mit 91:101 verloren wurde, schrillten bei den Baunacher Verantwortlichen so langsam die Alarmglocken:

Vor einer imposanten Kulisse kam es am Freitagabend in Bamberg zu der erwartet intensiven und heiß umkämpften Partie. Geprägt war die Begegnung allerdings auch von völlig überforderten Schiedsrichtern, die keine Linie in der Spielleitung fanden, und einer hohen Fehlerquote, für die vor allem in der Anfangsphase HD Immo Baunach verantwortlich war. So zogen die Independents auf 15:9 (6. Minute) davon, bis sich die jungen Gastgeber beruhigt hatten und nun mit mehr Selbstvertrauen agierten. Durch eine gute Trefferausbeute an der Freiwurflinie konnte man mit 26:24 in Führung gehen, doch ein Glückswurf von Daniel Aas ermöglichte mit der Sirene einen knappen 27:26 Vorsprung der Gäste, bei denen bis dahin der überragende Augie Johnston mit 15 Punkten brilliert hatte.

Auch im 2. Abschnitt blieb die Partie ausgeglichen (41:39, 25. Minute), da die Baunacher einerseits jetzt Johnston besser kontrollieren konnten und andererseits Dirk Dippold und Alex Heide dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Doch leichtfertige Ballverluste verhinderten wieder, dass man daraus Kapital schlagen konnte und als Johnsten in der letzten Minute zwei Dreier traf, lagen die Independents zur Pause erneut mit 57:51 vorne.

Frisch motiviert kamen die Einheimischen aus der Kabine und hatten den Vorsprung der Gäste durch den reboundstarken Michi Lachmann schnell ausgeglichen. Eine eingestreute Zonenverteidigung half ebenfalls dazu, das Blatt nach 30 Minute zu wenden (76:73). Probleme aber hatte in dieser Phase Alonzo Brooks bereitet, der sich immer wieder in der Zone durchsetzen konnte oder Offensivrebounds (insgesamt 13) für sein Team ermöglichte.

Im 4. Viertel schien die Baunacher Taktik noch besser aufzugehen, nur zwei Dreier von Matthias Krauß hatten verhindert, dass der Vorsprung auf mehr als 86:81 (35. Minute) ausgebaut wurde. Manu Rockmann war nun kaum mehr zu stoppen, sodass die gut 650 Zuschauer schon an eine Überraschung glaubten. Doch der Favorit gab sich noch lange nicht geschlagen und hatte zwei Minuten vor Schluss beim Stand von 91:91 den Ausgleich hergestellt. Jetzt schlichen sich wieder völlig unnötige Turnover ins Baunacher Spiel ein und nach zwei Fehlpässen, die Johnston postwendend mit Dreiern bestrafte, war das bis dahin dramatische Spiel entschieden.

Allerdings sollten sich die Gastgeber nicht lange mit dieser Niederlage aufhalten, viel wichtiger ist das kommende Heimspiel gegen den direkten Abstiegskonkurrenten TG Würzburg, das man unbedingt gewinnen muss.

Ergebnisse der einzelnen Viertel: 26:27, 25:30, 25:16, 15:28;

Gesamtwurfquote: Baunach 57% (31:54); Rattelsdorf 40% (34:85);

Dreierquote: Baunach 22% (2:9); Rattelsdorf 33% (14:43);

Freiwurfquote: Baunach 71% (27:38); Rattelsdorf 63% (19:30);

Rebounds: 35:33;

Assists: 9:13;

Turnover: 23:15;

Steals: 6:3;

HD Immo Baunach: Dippold 23, Rockmann 21, Heide 13, Lachmann 10, C. Jungbauer 7, N. Jungbauer 6, Zenkel 6, Müller 3, Roch 2, Heyder, Ludwig, Rosenthal.

Rattelsdorf Independents: Johnston 30, Brooks 22, Neundorfer 13, Krauß 10, Aas 9, Wagner 7, Reh 3, Feistkorn 3, Albus 2, L. Sasse 2, Vonhausen, F. Sasse.

Nach einer weiteren Niederlage in Ansbach wurde dann beim FC reagiert:

Prompt gewann man das Zitterspiel gegen die TGW mit 62:57 und auch im Derby gegen Regenitztal war Clark nicht zu stoppen:

Philipp Daubner versucht Jermaine Clark zu stoppen.

Nachdem man am vorletzten Spieltag mit einem klaren 81:58 Erfolg gegen Treuchtlingen die letzten Zweifel am Klassenerhalt ausgeräumt hatte, landete man am Ende sogar noch auf einem Mittelfeldplatz:

Rang 
Name 
Verl. 
Spiele 
Punkte 
Körbe 
Diff. 
1
Giants Nördlingen
 
26
46:00
2197:1890
307
2
BC Energie Zwickau
 
26
43:00
2225:2108
117
3
Dachau Spurs
 
26
43:00
2050:1969
81
4
München Basket
 
26
42:00
2171:1962
209
5
hapa Ansbach
 
26
42:00
2076:1985
91
6
Dresden Titans
 
26
40:00
2239:2245
-6
7
Rattelsdorf Independents
 
26
39:00
2623:2543
80
8
HD Immo Baunach
 
26
38:00
2008:2062
-54
9
Regnitztal Baskets
 
26
37:00
2073:2132
-59
10
TSV OH Deisenhofen
 
26
36:00
2103:2238
-135
11
VfL Treuchtlingen
 
26
35:00
1897:2070
-173
12
COOCOON Baskets Weiden
 
26
35:00
2201:2313
-112
13
Longhorns Herzogenaurach
 
26
35:00
1871:2027
-156
14
TG 48 Würzburg
 
26
35:00
1911:2101
-190

 

Die Spielerstatistik:

Rang
Nachname
Vorname
Punkte
Spiele
Schnitt
 1. 
 Dippold 
 Dirk 
 281 
 24 
 11.7 
 2. 
 Heide 
 Alexander 
 252 
 16 
 15.8 
 3. 
 Lachmann 
 Michael 
 227 
 24 
 9.5 
 4. 
 Clark 
 Jermaine Douglas 
 216 
 10 
 21.6 
 5. 
 Rockmann 
 Manuel 
 216 
 21 
 10.3 
 6. 
 Jungbauer 
 Niklas 
 214 
 18 
 11.9 
 7. 
 Jungbauer 
 Christoph 
 181 
 24 
 7.5 
 8. 
 Zenkel 
 Thomas Joachim 
 133 
 24 
 5.5 
 9. 
 Müller 
 Johannes 
 65 
 21 
 3.1 
 10. 
 Shanneik 
 Abdul Aziz 
 59 
 11 
 5.4 
 11. 
 Sauer 
 Felix David 
 30 
 5 
 6.0 
 12. 
 Ferner 
 Felix Stefan 
 22 
 3 
 7.3 
 13. 
 Hirmke 
 Ulrich Georg 
 8 
 5 
 1.6 
 14. 
 Rosenthal 
 Matthias 
 6 
 2 
 3.0 
 15. 
 Roch 
 Christopher Kurt Günter 
 5 
 22 
 0.2

Nach der insgesamt 11. Saison in der 1. Regionalliga Südost zog Abteilungsleiter Jochen Hirmke Bilanz: „Ein großes Kompliment geht an das Trainergespann Timo Fuchs und Jörg Mausolf, denn nachdem Trainerlegende Wolfgang Heyder nach insgesamt 12 Jahren als Headcoach in Baunach aufgehört hatte, war es schwer für seine Nachfolger, in die hinterlassenen großen Fußstapfen zu treten. Dass das Team nach 15 Spielen mit einer Bilanz von 5:10 Siegen auf dem drittletzten Platz lag, hatte aber nichts mit dem Trainerwechsel zu tun, sondern mit der hohen Fluktuation in der Mannschaft. So konnten die beiden frischgebackenen Ärzte Felix Sauer und Felix Ferner auf Grund ihrer Arbeit nicht so häufig trainieren und spielen, wie man das gedacht hatte und Uli Hirmke fiel mit einer schweren Knieverletzung für den Rest der Saison aus. Nachdem auch Mo Shanneik aus familiären Gründen nach Würzburg zurückging, mussten wir handeln, da wir auf der Aufbauposition ein eklatantes Problem hatten.

Mit der Verpflichtung von Jermaine Clark gelang uns ein echter Glücksgriff, denn von den nun folgenden 11 Spielen konnten wir sieben gewinnen, wobei Jermaine bei einer Niederlage nur stark geschwächt auflaufen konnte und Topscorer Alex Heide ab diesem Moment verletzt ausfiel. So sprang am Ende mit Platz 8 sogar eine bessere Platzierung als im letzten Jahr heraus, womit wir sehr zufrieden waren, gab es als einziges Ziel für die junge, neu zusammengestellte Truppe doch nur das Ziel Klassenerhalt. Mit dem Zuschauerzuspruch in der Graf-Stauffenberg-Halle sind wir zufrieden, wenn man bedenkt, dass wir einige Male nur zu sehr ungünstigen Zeiten (z.B. Samstag, 20:30 Uhr) in die Halle durften. Für die kommende Saison ist das wirtschaftliche Fundament bereits gelegt, da unser Namenssponsor HD Immo Consult uns treu bleibt, wenngleich sich wahrscheinlich der Name ändern wird. Bei der Zusammenstellung der Mannschaft steht bisher nur fest, dass uns Thomas Zenkel aus Studiengründen verlassen muss, alle anderen Details werden in Absprache mit Franken1st erst in einigen Wochen getroffen.“

 Die 2. Mannschaft hatte darunter zu leiden, dass Coach Geo Lang aus zeitlichen Gründen nach Weihnachten nicht mehr zur Verfügung stand, letztendlich aber sicherte man sich souverän den Klassenerhalt (7. Platz) mit 24 Punkten aus 18 Spielen. Die 3. Mannschaft unter Joe Friedrich machte es noch besser und belegte den 5. Platz  mit 26 Punkten aus 18 Spielen.

Einen tollen Erfolg konnten die Oldies verbuchen, die erstmals in der AK 55 starteten:

Bei der deutschen Meisterschaft der Senioren in der Alterklasse über 55 Jahren gab es die erwarteten Ergebnisse, denn es siegte der TB Oldenburg mit einem deutlichen 59:34 Erfolg im Finale gegen die Gastgeber aus Stuttgart-Möhringen. Die einzige Überraschung gelang dem Neuling HD Immo Baunach, der auf Anhieb einen unerwartet guten 4. Platz belegte.

Im ersten Turnierspiel über 2 x 10 Minuten trafen die ersatzgeschwächten Baunacher auf den Vorjahresvierten BG Göttingen. Peter Schumm gab den Oberfranken mit einigen schönen Punkten zu Beginn gleich die nötige Sicherheit, sodass sie zur Pause mit 13:10 (Spielzeit 2 x 10 Minuten) vorne lagen. Doch die „Veilchen“ gaben sich noch lange nicht geschlagen und glichen 3 Minuten vor Schluss zum 17:17 aus. In der spannenden Schlussphase behielten die Baunacher aber die Nerven und kamen nach zwei Ballgewinnen zu einem wichtigen 22:19 Erfolg.

Ganz anders begann die Partie gegen die frischen Hamburger aus Suchsdorf-Kronshagen. Mit einer Manndeckung über das ganze Feld kauften die körperlich weit überlegenen Norddeutschen den FClern, die auf den verletzten Norbert Burkard verzichten mussten, den Schneid ab und zogen auf 15:4 davon. Da sich zu diesem Zeitpunkt auch noch Johannes Simon eine Zerrung holte und damit das Turnier für ihn beendet war, beschloss man, Kräfte zu sparen und gab sich letztendlich mit 32:13 geschlagen.

Als Tabellenzweiter musste man nun im Viertelfinale gegen die bisher stark auftrumpfenden Sportfreunde aus Neukölln antreten. Der Plan des Trainergespanns Detlev Pehle/Jochen Hirmke, den besten Berliner Spieler durch Michi Hübner Mann zu decken, gelang von Anfang an und man ging trotz vieler vergebener Freiwurfchancen mit 9:4 in Führung. Nach dem 2. Foul von Hübner (beim 3. Foul musste man das Feld verlassen), kam es zu einem Bruch im Spiel und Neukölln zog auf 17:12 davon. Der jetzt eingewechselte Pehle aber sorgte zusammen mit Clemens Rüb für den Umschwung und sicherte seinem Team den nicht mehr geglaubten 26:23 Sieg.

So traf man im Halbfinale am Sonntagmorgen auf den haushohen Favoriten aus Oldenburg. Wieder versuchte man mit einer kombinierten Mann-/Raumverteidigung den überragenden ehemaligen Bundesligatopscorer Holger Smit aus dem Spiel zu nehmen, was in der ersten Hälfte (14:11) auch aufging. Bis zur Mitte der zweiten Halbzeit führte Baunach und es roch schon nach einer großen Überraschung, als nach einem harmlosen Foul gegen Smit auf „unsportlich“ entschieden wurde und damit das Spiel kippte. Oldenburg zog auf 31:24 (18. Minute) davon und nachdem man nun über das ganze Feld pressen musste, um noch eine Chance zu haben, zeigte Ex-NBA Profi Ralph Ogden, der am Turnierende zum MVP gewählt wurde, seine ganze Klasse und führte seine Truppe mit 41:28 uns Finale.

Für die enttäuschten Baunacher ging nun im Spiel um Platz 3 erneut gegen Suchsdorf-Kronshagen, doch diesmal entwickelte sich ein ganz anderes Spiel als am Vortag. Die Oberfranken konnte die Begegnung bis zur 19. Minute (23:20) ausgeglichen gestalten, doch als man in der Schlussphase einige Freiwürfe nicht traf und die jungen Schiedsrichter ein technisches Foul gegen Baunach gaben, musste man sich erneut mit 29:21 geschlagen geben.

Dennoch überwog bei der Siegehrung die Freude über diese gute Platzierung, die man aber im nächsten Jahr, wenn man Ausrichter der deutschen Meisterschaft in Bamberg (12./13. Mai) ist, noch übertrumpfen will.

 HD Immo Baunach: Rüb 37, Schumm 19, Sampson 17, Pehle 16, Nüßlein 11, Hübner 5, Hirmke 3, Simon 2, Roth

Von links: David Sampson, Peter Schumm, Clemens Rüb, Hubert Nüßlein, Michi Hübner, Hannes Simon, Jochen Hirmke, Detlev Pehle, Norbert Burkard (verletzt).

Unsere Damen unter der bewährten Leitung von Claus Meixner konnten in der Bezirksliga die Vizemeisterschaft erringen:

Rang 
Name 
Verl. 
Spiele 
Punkte 
Körbe 
Diff. 
1
BG Litzendorf
 
10
19
635:391
244
2
HD Immo Baunach
 
10
17
454:392
62
3
TSV Ludwigsstadt
§
10
15
466:527
-61
4
SpVgg Rattelsdorf
 
10
14
466:456
10
5
BBC Coburg
 
10
13
502:533
-31
6
ATSV Nordhalben
 
10
11
398:622
-224

Recht erfreulich war die Bilanz unserer Jugendteams: Unsere U13 (Coach Jörg Mausolf) zeigte sich gegenüber der Vorsaison weit verbessert und errang in der Bezirksliga 4 Siege:

Rang 
Name 
Verl. 
Spiele 
Punkte 
Körbe 
Diff. 
1
DJK Don Bosco Bamberg
 
12
24
870:504
366
2
TV 48 Schwabach
 
12
22
700:524
176
3
SC Kemmern
 
12
19
695:658
37
4
Regnitztal Baskets
 
12
17
686:669
17
5
HD Immo Baunach
 
12
16
443:648
-205
6
TS Kronach a.K.
 
12
16
642:744
-102
7
TTL Basketball Bamberg
 
12
12
480:769
-289

Die neugegründete U 14 mit Trainer Marcus Landgraf bestand fast nur aus U12 Spielern und musste deshalb sieglos viel Lehrgeld in der Bezirksklasse bezahlen. Doch davon profitierten die Spieler in der U12 und konnten sich mit nur einer Niederlage in 14 Spielen die Meisterschaft in der Bezirksklasse Oberfranken knapp vor der punktgleichen DJK Bamberg sichern, die man im direkten Vergleich bezwingen konnte. Zu gerne hätten die Baunacher Minis auch die außer Konkurrenz spielenden Rattelsdorfer, die ältere Spieler im Kader hatten, hinter sich gelassen, schließlich hatte man das Hinspiel schon mit 69:62 gewonnen. So konnte man das Rückspiel in Baunach knapp verlieren, doch am Ende siegten die Gäste vor fast 100 lautstarken Zuschauern mit 53:42.

Auf dem Bild hinten von links nach rechts: Lukas Zimmer, Marcel Pflaum, Felix Friedel, Luca Kreisel, Isabel Schuler, Anne Külle

Vorne von links nach rechts: Co-Trainer Dieter Friedel, Felix Dümig, Lisa Külle, Jannik Trautmann, Nicola Friesner, Enrico Eckschmidt, Coach Hansi Dinkel

Es fehlen: Valentin Brevet, Lukas Hofmann, Johannes Kunzelmann, Rouven Lührs

Unsere U10 wurde wieder von Susi Hirmke betreut und starteten als Junior Baskets unterstützt vom Kooperationspartner Brose Baskets:

Ausgestattet mit neuen Trikots belegte man mit 4 Siegen in 10 Spielen den guten 3. Platz in der Bezirksklasse:

Rang
Nachname
Vorname
Punkte
Spiele
Schnitt
1.
Brevet
Valentin
146
7
20.9
2.
Lang
Dennis
116
10
11.6
3.
Landgraf
Felix
67
10
6.7
4.
Zenk
Johannes
29
8
3.6
5.
Lührs
Rouven
27
2
13.5
6.
Martin
Charlotte
21
8
2.6
7.
Hertlein
Felix
20
9
2.2
8.
Külle
Lisa
9
2
4.5
9.
Dümig
Felix
2
1
2.0
10.
Külle
Anne
2
2
1.0
11.
Zimmer
Konstantin
2
7
0.3
12.
Bogendörfer
Hanna
2
8
0.2

Außerdem stand heuer das Jubiläum 35 Jahre Basketballabteilung an, das im Rahmen der 100 Jahrfeier des FC Baunach gefeiert wurde:

Bei den Jubiläumsfeierlichkeiten „100 Jahre FC Baunach/35 Jahre Basketballabteilung“ war hoher Besuch angesagt. Herausragend unter den Ehrengästen war die Anwesendheit des BBV-Präsidenten Dr. Winfried Gintschel, der eigens aus Uffenheim angereist war und zudem noch BBV-Vizepräsident Karl-Heinz Busch (Amberg), einen gebürtigen Baunacher, mitgebracht hatte. In seiner Rede, mit der er schnell die Herzen der über 300 geladenen Gäste gewann, erinnerte Gintschel an die Blütezeit des Baunacher Basketball, als man sechs Jahre lang (1988 – 1994) in der 2. Bundesliga für Furore sorgte und einmal sogar kurz vor dem Aufstieg in die 1. Liga stand. Dass sich der Verein aus dieser kleinen Stadt bis heute auf so hohem Niveau (1. RLSO) halten konnte, wurde von ihm lobend herausgestellt. Er bat aber auch den Schirmherrn der Veranstaltung, MdL Rudroff, nicht nur schöne Reden bei Festlichkeiten zu halten, sondern die Vereine mit ihren Sorgen und Nöten nicht im Stich zu lassen. Gintschel hatte natürlich etwas mitgebracht und überreichte den Basketballern neben einer „Ehrenurkunde für ihre Verdienste um den Basketballsport in Bayern“ 10 Bälle, die man für den Spielbetrieb sicherlich gut brauchen kann.

BBV-Präsident Gintschel (links) lässt sich von seinem Vize „Charly“ Busch einen Ball reichen.

Anschließend sprach der Ehrenvorsitzende des Bezirks Oberfranken Herbert Franke (Lichtenfels), der in Vertretung des 1. Vorsitzenden Jürgen Vogel gekommen war. Auch er erinnerte an alte Zeiten, die ihn vor allem als Schiedsrichter oft nach Baunach führten. Er überreichte unter großem Applaus der vielen Ehrengäste Abteilungsleiter Jochen Hirmke für seine „langjährigen hervorragenden Verdienste im Sport“ die Ehrennadel in Gold mit Kranz des bayerischen Landes-Sportverbandes.