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Saison 2013/14

Kaum waren die Feierlichkeiten zum Aufstieg vorbei, ging es für die Baunacher Verantwortlichen gleich mit Volldampf in die Planung der 2. Bundesliga. So bekam man relativ problemlos die Lizenz für die ProB. Der FT schrieb:

Die Baunacher Basketballer haben sich mit sehenswerten Leistungen die Meisterschaft in der Regionalliga Südost erspielt. Dem langjährigen Abteilungsleiter Jochen Hirmke ist vor der Premierensaison in der Pro B nicht bange.


Daniel Schmidt, Philipp Neumann (wegen ihrer überzeugenden Einsätze für die Brose Baskets) und ein starker Amerikaner fehlten - Aus für die Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach in der Liga Pro B. Für das Bamberger Basketballprojekt "Franken1st" mit dem deutschen Meister an der Spitze sprang Body Street Baunach in die Bresche. Die Mannschaft von Trainer Timo Fuchs und seines Assistenten Jörg Mausolf holte unerwartet, aber letzten Endes verdient die Meisterschaft in der Regionalliga Südost. Wir unterhielten uns mit Jochen Hirmke, dem seit Jahren Verantwortlichen in Sachen Basketball beim FC Baunach.

Da unverhofft, dürfte die Freude bei den Baunacher Basketballern über die Meisterschaft umso größer gewesen sein. Was sind die Gründe für den Erfolg?

Obwohl sie gleich das erste Spiel in Weiden verlor, hatte die Mannschaft um Kapitän Marcel Fuchs schon ihr Potenzial angedeutet. Es folgten fünf Siege in Serie und wir konnten uns an der Tabellenspitze festsetzen, bevor es zu den noch vor der Saison als Meisterschaftskandidaten gehandelten Rattelsdorfern ging. Hier hatten wir verdient das Nachsehen, da wir die mit Abstand schlechteste Leistung in dieser Saison zeigten. Dann folgten die Wochen der Wahrheit. Bei Bayern München zogen wir noch den Kürzeren, bevor wir zwei Big Points zu Hause gegen Ansbach und Deisenhofen setzen konnten. Somit ging es überraschend als Tabellenführer in die Weihnachtspause. Das vor der Saison ausgegebene Ziel „Nichtabstieg“ konnte gleich nach der Pause mit einem Sieg über Würzburg realisiert werden. Nun wollten wir uns so lange wie möglich an der Tabellenspitze festsetzen. Ein Sieg folgte auf den anderen, doch die Konkurrenten gaben sich auch keine Blöße.

Drei Spieltage vor Schluss hatten wir das erwartete Meisterschaftsspiel in Deisenhofen, mit einem Sieg hätten wir vorzeitig Meister werden können. Doch wir verloren nicht nur das Spiel, sondern auch den direkten Vergleich und konnten damit nicht mehr aus eigener Kraft Meister werden. Die Entscheidung sollte nun erst am letzten Spieltag fallen: Dank eines knappen Sieges in Würzburg und der Schützenhilfe der Treuchtlinger Mannschaft um den ehemaligen Baunacher Stephan Harlander erreichten wir das nie für möglich Gehaltene, die Meisterschaft in der Regionalliga Südost 2013. Dank einer makellosen Heimbilanz von 13 Siegen, einer homogenen Mannschaft, eines ruhigen Umfelds, der Identifikation mit dem Verein, aber auch unbestrittenen Glücks konnte die Mannschaft, die nur aus Talenten der Region bestand, die Meisterschaft verdient gewinnen. Die junge Mannschaft hat regionale Basketballgeschichte geschrieben, die ihr keiner nehmen kann. Eine Klasse wie die Pro B ist kein Neuland für die Baunacher, die einst auch schon munter in der 2. Liga mitmischten - mit Wolfgang Heyder als Trainer. Ist der Verein für die neue sportliche Umgebung gerüstet?

Unsere Erfahrungen mit der 2. Liga liegen zwar schon rund 20 Jahre zurück und sind mit den heutigen Anforderungen überhaupt nicht zu vergleichen. Dennoch weiß ich von Astrid Madinger, der Verantwortlichen aus Breitengüßbach, die uns bei der Vorbereitung auf die kommende Saison dankenswerterweise unterstützt hat, was die Liga erwartet. Deshalb sind wir gerüstet für die Aufgaben, die auf uns zukommen, brauchen allerdings auch noch mehr Unterstützung von Sponsoren und Werbepartnern, um das Budget bis Ende Juni auf die Beine stellen zu können, wobei mich die bisherigen Gespräche sehr positiv stimmen. Als Spielort stand für uns von Anfang an die Graf-Stauffenberg-Halle fest, die sich ja in den letzten Jahren zu einer uneinnehmbaren Festung entwickelt hat und uns als Franken1st-Team dank der Unterstützung der Stadt Bamberg sehr gute Bedingungen bietet. Was das Trainergespann betrifft, so haben unsere bisherigen Trainer Timo Fuchs und Jörg Mausolf den Wunsch geäußert, als Assistenten einem erfahrenen Headcoach zur Seite stehen zu wollen. Der ist mit Ulf Schabacker nun gefunden.

Timo Fuchs

Wie die Mannschaft ausschaut, kann man jetzt noch nicht sagen. Klar ist, dass leider viele Akteure unserer Meistermannschaft aus persönlichen oder sportlichen Gründen nicht in der 2. Liga spielen können, und die Mannschaft deshalb ein anderes Gesicht bekommen wird. In Absprache mit Brose Baskets-Manager Wolfgang Heyder wollen wir den Kader bis Mitte Juli vervollständigt haben.

Body Street Baunach ist eins der wohl so genannten Farmteams des deutschen Meisters Brose Baskets, eingebunden also in ein ehrgeiziges Basketballprojekt. Bleibt da noch Raum für die individuelle Ausprägung eines Vereins, kann sich der Fan noch mit „seinem“ Baunacher Verein identifizieren?

Wir sind ja mittlerweile seit 2004 im Konzept von Franken1st und betreiben seitdem Nachwuchsarbeit für die Brose Baskets. Die treuen Baunacher Fans, die uns seit 25 Jahren auf unserer Wanderschaft begleiten, da es in Baunach keine adäquate Halle gibt, haben diesen Weg immer unterstützt, zumal es für uns als kleinem „Umlandverein“ auch eine Ehre war, in diesem Konzept dabei zu sein.

Die Identifikation des Fans mit seinem Verein ist dadurch sogar noch größer geworden, zumal wir es in den letzten Jahren geschafft haben, Spieler zu holen, die sich „für Baunach“ engagiert haben und nicht nur wie sogenannte Söldner durchgereicht werden. Wir werden die kommende Mannschaft auch unter diesem Gesichtspunkt zusammenstellen und Wert darauf legen, dass hier wieder ein Zusammengehörigkeitsgefühl in einem familiären Umfeld entsteht. Viel tragen die Verantwortlichen des FC Baunach dazu bei, sind doch mit dem stellvertretenden Abteilungsleiter Claus Meixner und Kassier Jörg Mausolf zwei ganz wichtige Baunacher schon seit Jahrzehnten in der Abteilung tätig. Der Vorstand des FC mit Volker Dumsky an der Spitze steht ebenfalls voll und ganz hinter dem Aufstieg und hat eine gewisse Euphorie im gesamten Umfeld entfacht. Was sind die Baunacher Ziele in der Pro B, soll es gar in die Pro A gehen, die Klasse, die Brose-Baskets-Manager Wolfgang Heyder für den nötigen Unterbau des Bundesligisten ansieht? Für uns als Neuling kann das Ziel zunächst nur lauten, erst einmal den Klassenerhalt zu schaffen. Wenn es mehr werden würde, wäre niemand böse, aber es hat den FC Baunach schon immer ausgezeichnet, nicht große Töne zu spucken, sondern Erfolge auf dem Spielfeld und in der Organisation für sich sprechen zu lassen.

Sicherlich würde ein langfristiger Aufstieg in die Pro A für die Brose Baskets erstrebenswert sein, um talentierten Spielern den Sprung in die Bundesliga zu erleichtern, aber das ist heute erst einmal noch kein Thema.

Mit welchem Zuschauerpotenzial rechnet der FC Baunach?

Nachdem wir in der letzten Saison schon knapp 300 Zuschauer im Schnitt pro Spiel begrüßen konnten, hoffen wir natürlich in der 2. Liga auf einen wesentlich besseren Zuspruch. Ich bin der Meinung, dass es in Bamberg bisher noch zu wenige junge Leute gibt, die zum Basketball gehen. Die wollen wir vor allem mit unserer jungen Mannschaft ansprechen. Ich denke da auch an die vielen Studenten an der Uni, für die wir zu einem erschwinglichen Preis attraktiven Basketball bieten können, zumal ja die Lage der Stauffenberghalle in unmittelbarer Nähe zur Uni dafür prädestiniert ist. Ich hoffe, es gelingt uns mit einigen Aktionen unsere gerade für junge Leute interessante Sportart dort bekannt zu machen. Nachdem mit Bike-Cafe Messingschlager ein neuer Namenssponsor die finanzielle Grundlage gelegt hatte, lud man zu einem ersten Testspiel den ProA-Ligisten aus Gotha ein und konnte am Sandkerwa-Donnerstag einen unerwarteten Erfolg verbuchen:

Baunach schlägt Gotha im Vorbereitungsspiel

Mit einem überzeugenden Sieg gegen die von Chris Ensminger trainierten Gotha Rockets präsentierten sich die Jungs von Ulf Schabacker deutlich verbessert zur heftigen Niederlage gegen den NBC am Dienstag. Beim starken Nürnberger ProA-Ligisten zog man mit 99:55 noch den Kürzeren.

Sichtlich gewillt, diese Scharte wettzumachen, begannen die Baunacher hoch motiviert die Begegnung vor einer trotz Sandkerwa-Auftakt stattlichen Kulisse. Kurzfristig musste man auf Richter, Thiemann, Dizdarevic und Zinn verzichten, die aufgrund der Trainingsbelastung mit den Brose Baskets geschont wurden, doch die verbliebenen Spieler um Routinier Ivan Pavic zeigten eine tolle Partie. Dabei gab es gleich zu Beginn eine Schrecksekunde für Baunach. Der einzig verbliebene Aufbauspieler Alex Engel knickte um und konnte nicht mehr weiterspielen. So mussten Steffen Walde und Dirk Dippold die für sie ungewohnte Rolle übernehmen. Nach einer knappen Führung aus dem ersten Viertel legte Baunach Mitte des zweiten Abschnitts einen Zwischenspurt ein.

Verdient ging das ProB-Team gegen die klassenhöheren Gothaer dann auch mit 47:41 in die Halbzeit. Dippold-Brüder drehen auf Gotha kam zu Beginn der zweiten Hälfte heran (49:48). Während die Hausherren durch die Bank punkteten, war es beim ProA-Ligisten einzig Chase Griffin, der sein Team im Spiel hielt. In den letzten vier Minuten des dritten Viertels drehten dann aber die Dippold-Brüder Jörg und Dirk auf. Sie erzielten zusammen 15 Punkte und sorgten für eine Vorentscheidung (77:61). Im letzten Viertel schafften es Chris Ensminger und seine Mannschaft nicht mehr, das Spiel noch zu drehen.

Am Ende stand ein souverän herausgespielter 97:79 Erfolg an der Anzeigetafel. bbpr Bike-Cafe Messingschlager Baunach:

J. Dippold 28. Walde 18, Stabler 16, D. Dippold 12, McDuffie 12, Pavic 8, Wolf 2, Daubner 1, Engel / Gotha Rockets: Griffin 29, Baker 15, Lipke 9, Niebuhr 8, Selvic 7, Kuppe 6, Ndow 3, Reilly 2, Kreis, Bizounas;

Nach einem anstrengenden Trainingslager und weiteren Vorbereitungsspielen wartete alles sehnsüchtig auf den Saisonauftakt in Weißenhorn, wobei mit einem 72:59 Auswärtssieg der perfekte Start gelang. Im ersten Heimspiel trafen die Baunacher dann auf den alten Rivalen aus Leitershofen und konnte die perfekte Heimbilanz aus der Regionalliga gleich weiterführen:

Nach einer unglücklichen 81:78 Niederlage nach Verlängerung beim Spitzenteam in Dresden und dem Abschied von Johannes Richter, der nach der 72:76 Niederlage (ebenfalls nach Verlängerung) zu den Frankfurt Skyliners wechselte, setzte es weitere vier Niederlagen in Folge, wobei auch die Nachverpflichtung von Julius Brooks nichts half. Nach der schwachen Leistung bei der 80:99 Heimpleite gegen Frankfurt gab es einen Paukenschlag, aber auch eine entsprechende Reaktion der Mannschaft:

Nach mehreren Gesprächen konnte Brose Baskets Geschäftsführer Wolfgang Heyder mit Ivan Pavic einen Trainer gewinnen, der auf dem Feld jede Menge Erfahrung als langjähriger Spieler gesammelt hatte. Die Aufgabe als Assistent übernahm Thomas Lorber.

Bei seinem Debüt konnte Marcos Knight zwar gleich 36 Punkte erzielen, doch die 105:110 Niederlage nach Verlängerung konnte auch er nicht verhindern. Dann griffen so langsam die Maßnahmen von Ivan Pavic, dessen Handschrift sehr schnell auf dem Spielfeld erkennbar wurde und sein Team startete eine Serie von drei Heimsiegen, sodass man in der Winterpause mit sechs Siegen aus 13 Spielen auf einem scheinbar sicheren 5. Tabellenplatz lag. Ins neue Jahr musste man ohne Phillip Daubner starten, der nach Sandersdorf in die ProB Gruppe Nord wechselte. Nach vier Niederlagen am Stück war man wieder auf dem vorletzten Platz gelandet, wobei vor allem die unverdiente Niederlage gegen Spitzenreiter Hanau schmerzte, als man in der 3. Verlängerung mit 105:108 den Kürzeren zog. Vor der Partie hatte Kapitän Dirk Dippold seinen Rückzug in die 2. Regionalliga (Regnitztal Baskets) erklärt, doch ausgerechnet jetzt gelang ein unerwarteter 85:87 Auswärtssieg nach Verlängerung vor 1400 Zuschauern in Rhöndorf. Zwar gab es in Langen wieder einen Rückschlag, doch dann wieder die „Endspiele“ um den Klassenerhalt gegen Nördlingen und Lich sicher gewonnen, sodass man am letzten Spieltag beim abgeschlagenen Schlusslicht in Leitershofen den Sprung auf die Playoff-Plätze aus eigener Kraft schaffen konnte. Bis zur 22. Minute führte man scheinbar sicher mit 60:41, doch nun knickte man völlig ein und gestattete den Gastgebern einen ihrer vier Saisonsiege (87:85). Nachdem die Baunacher aber bisher nicht gerade vom Glück verfolgt wurden, geschah das Unerwartete: Nach langen Minuten des Wartens stand die Nördlinger Niederlage nach Verlängerung gegen Rhöndorf fest, sodass die Giants, die das ganze Jahr vor Baunach standen wegen des direkten Vergleichs in die Abstiegsrunde mussten und dort sang- und klanglos untergingen.

Für Bike-Cafe Messingschlager Baunach sollte damit ein Märchen beginnen, das niemand erwartet hatte: Im 1. Playoff-Spiel beim Nordmeister in Hannover kam es gleich zu einer Sensation, als der Südachte mit 79:72 die Oberhand behielt. Nun hatte man den Matchball auf dem Tablett und über 1000 Fans strömten in die „Blaue“, um den Triumph zu genießen. Doch scheinbar von der großen Kulisse beeindruckt, verkrampften die Baunacher Jungs und unterlagen mit 70:77. Wer nun gedacht hatte, dass alles den erwarteten Gang gehen würde, musste sich eines Besseren belehren lassen, denn die Oberfranken warfen die mit großen Erwartungen gestarteten Niedersachsen mit 78:69 aus dem Wettbewerb. Die Youngster dagegen hatten nun so richtig „Blut geleckt“ und gewannen in der nächsten Runde wieder auswärts in Stahnsdorf mit 73:60. Das Heimspiel geriet dann zu einer Demonstration und entfachte das Playoff-Fieber in Bamberg und Umgebung so richtig:

Mit stehenden Ovationen wurden die Baunacher am Sonntagnachmittag von den 1052 Zuschauern verabschiedet. Sie hatten vor allem in der zweiten Halbzeit eine bärenstarke Vorstellung der jungen Pavic-Truppe gegen Stahnsdorf gesehen. Nach dem Auswärtssieg vor einer Woche fertigten die Baunacher das Team aus dem Vorort von Berlin mit 94:68 (41:44) ab und sicherten sich damit in den ProB-Play-offs den Einzug ins Halbfinale. Weiter geht’s am nächsten Samstag in Schwelm. Das Rückspiel steigt am Karsamstag (19.30 Uhr) in der Bamberger Stauffenberghalle. „Wir müssen über den Kampf ins Spiel kommen, das haben die Jungs in der zweiten Halbzeit sensationell umgesetzt. Wir waren sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung der Aggressor. Es hat riesigen Spaß gemacht, dieser jungen Mannschaft zuzuschauen“, freute sich Trainer Ivan Pavic, dass seine Jungs die Vorgaben in Hälfte 2 perfekt umgesetzt und begeisternden Basketball gezeigt haben.

„Das Spiel ist ähnlich gelaufen wie in Berlin. Dort haben wir erst im letzten Viertel das Kommando übernommen, heute ist uns das schon nach der Pause gelungen“, war Abteilungsleiter Jochen Hirmke begeistert. Drittes Viertel 32:10 gewonnen Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit, in der die Baunacher meist einem Rückstand hinterher liefen, profitierte Johannes Thiemann gleich nach der Pause von guten Anspielen und ließ es gleich zwei Mal per Dunking krachen. Marcos Knight und Dimitry McDuffie vervollständigten den 8:0-Lauf. Die Hausherren ließen sich auch von einer Stahnsdorfer Auszeit nicht aus dem Tritt bringen – im Gegenteil:

Mit ihrer harten Verteidigung zwangen sie Gäste zu Ballverlusten und nutzten diese zu sehenswerten Schnellangriffen. Die Baunacher spielten sich in einen Rausch und überrollten Stahnsdorf im dritten Viertel mit 32:10. Gut zwei Minuten vor dem Ende betrug die Führung sogar 30 Punkte (91:61). „Die letzten Play-off-Spiele haben uns viel Selbstvertrauen gegeben. Obwohl wir zur Pause in Rückstand waren, haben wir nie daran gezweifelt, dass wir die Partie als Mannschaft umbiegen können. Wir haben die freien Bälle gesichert, die Rebounds geholt, und irgendwann fallen die Dinger auch vorne rein, wenn man es sich verdient“, kommentierte Teammanager Jörg Mausolf die Gala-Vorstellung nach der Pause.

„Die tiefere Bank hat in der zweiten Halbzeit den Ausschlag gegeben. Bei Stahnsdorf hat die Kraft nachgelassen“, resümierte Daniel Schmidt. Der Spielmacher wirkte quicklebendig, obwohl er nur wenig geschlafen hatte, weil er tags zuvor noch in der Bundesliga-Partie der Brose Baskets in Hagen viel Verantwortung übernehmen musste. Trainer Pavic, der sein Team wieder einmal bestens auf den Gegner eingestellt hatte, sieht nun auch im Halbfinale eine Chance: „Wir wollen es genauso halten wie bisher. Wir wollen die Mannschaft sein, die härter arbeitet, dann ist alles möglich.

Bike-Cafe Messingschlager Baunach:
Knight (16 Punkte/2 Dreier), Thiemann (15), Walde (12), Schmidt (11/2), Engel (10/1), Obst (10/2), McDuffie (7/1), Dizdarevic (5/1), Stabler (3), Dippold (3/1), Kratzer (2), Wolf / RSV Eintracht Stahnsdorf: Thomas (16/1), Schumann (13/2), Williams (11), Schoeps (9), Haucke (5), Modersitzki (4), Hasenkampf (3/1), Jorch (3/1), Bahner (2), Grüttner (2) / SR: Wipfler, Wolf / Zuschauer: 1052 (Quelle: Fränkischer Tag, Klaus Groh)

Im Halbfinale setzte es zwar in Schwelm eine 75:66 Niederlage, doch mit einer tollen Leistung erzwang man den Ausgleich: Grandioser Sieg der Baunacher Die junge Mannschaft von Ivan Pavic bezwingt die Schwelmer Baskets mit 81:71 und gleicht die Halbfinalserie der Pro B aus. Am Montag in Schwelm steht das entscheidende dritte Spiel auf dem Programm. Der Sieger steigt auf, für den Verlierer ist die Saison beendet. Das Baunacher Basketball-Märchen geht weiter - der Aufsteiger ist nur noch einen Sieg vom erneuten Sprung nach oben entfernt. Mit einer fantastischen Leistung rang die junge Mannschaft die Schwelmer Baskets vor 1200 begeisterten Zuschauern in der altehrwürdigen Stauffenberghalle mit 81:71 (46:41) nieder und erzwang im Playoff-Halbfinale der Pro B ein drittes Spiel am Montag (18 Uhr) in Schwelm.

Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als gut für die Baunacher: Toni Stabler fiel wegen einer starken Oberschenkel-Prellung komplett aus, Andi Obst hatte die ganze Woche mit Schüttelfrost und Magen-Darm-Problemen im Bett gelegen und Dimitry McDuffie hatte einen stark angeschwollenen Knöchel, nachdem er bei der Niederlage in Schwelm vor einer Woche umgeknickt war. Und nach elf Minuten sah es auch keineswegs so aus, als würden die Hausherren das abrupte Saison-Aus verhindern können. Nach elf Minuten führten die nahezu jeden Wurf treffenden Schwelmer mit 30:12. Die Baunacher dagegen schossen die Lichter aus (Trefferquote im ersten Viertel 27 Prozent). Doch dann setzten die Gastgeber in der Verteidigung mit einigen Ballgewinnen und daraus resultierenden Schnellangriffen erste Akzente. McDuffies erster Dreier zum 23:32 (14.) war die Initialzündung zu einer begeisternden Aufholjagd, die die Fans von den Sitzen riss.

Der Flügelspieler ließ gleich die Dreier Nummer 2 und 3 folgen. Der überragende Marcos Knight setzte ebenfalls mit einem erfolgreichen Distanzwurf kurz vor dem Seitenwechsel ein Signal. Mit einem 19:4-Lauf drehte die Pavic-Truppe die Partie komplett und ging mit einem 46:41-Vorsprung in die Pause. "Wir sind etwas behäbig ins Spiel rein gekommen, wobei bei Schwelm auch jeder Wurf gefallen ist. Die Würfe waren aber zu weit offen. Diese junge Mannschaft lag mit 18 Punkten hinten und führte zur Halbzeit schon wieder, das hat größten Respekt verdient. Es haben alle Herz bewiesen", freute sich Trainer Ivan Pavic über die tolle Moral seiner Jungs.

Und auch in der zweiten Halbzeit begegneten die Baunacher den von den Einzelaktionen ihrer Amerikaner Brandon Hogg und David Hicks lebenden Schwelmern mit mannschaftlicher Geschlossenheit und unbändigem Kampfgeist. Ob am Brett oder am Boden, die Baunacher waren immer einen Tick schneller am Ball und bauten den Vorsprung bis auf 58:45 (27.) aus. Auch ein letztes Aufbäumen der Gäste zu Beginn des Schlussviertels (61:60), konterten McDuffie, Alex Engel und Knight. Und als Andi Obst per Dreier zum 77:65 zwei Minuten vor dem Ende traf, war die Partie endgültig entschieden.

"In der zweiten Halbzeit haben die Jungs das Spiel sehr souverän nach Hause geschaukelt. Die Intensität nie missen lassen. Leon Kratzer, unser 16-Jähriger, spielte das letzte Viertel fast komplett durch, steht wie ein Fels in der Brandung. Ich will aber keinen herausnehmen, das war eine grandiose Vorstellung und ein grandioser Sieg", kommentierte ein begeisterter Pavic den Sieg. Sein Gegenüber Raphael Wilder dagegen war angefressen: "Wir haben einfach kopflos gespielt. Wir haben gut angefangen, aber dann wollte jeder für sich so ein bisschen allein spielen, das ist in die Hose gegangen. Ich bin sehr unzufrieden.

Aber ohne Wenn und Aber, Baunach hat verdient gewonnen. Die Chancen stehen am Montag 50:50 - bei einem dritten Spiel ist alles möglich." Marcos Knight war mit 23 Punkten, 8 Rebounds und 5 Assists der überragende Akteur auf dem Feld und lobte seine Mitstreiter: "Das war ganz eindeutig ein Erfolg der ganzen Mannschaft. Jeder hat einfach sein Bestes gegeben. Aber das ist noch nicht das Ende, uns steht am Montag in Schwelm ein weiteres ganz hartes Spiel bevor. Im ersten Viertel haben wir viele freie Würfe zugelassen. Doch diese Fehler haben wir abgestellt und in den restlichen drei Vierteln wesentlich besser verteidigt. Wenn wir so spielen, wie in diesen drei Vierteln, dann können wir jeden in der Liga schlagen. Der Trainerstab wird uns auch am Montag so einstellen, dass wir diesen Sieg mitnehmen können." Dem ist nichts hinzufügen. (Klaus Groh) Was dann folgte, ist kaum zu beschreiben:

Jetzt stand als Zugabe noch das Finale um die ProB-Meisterschaft an: Ein letztes Baunacher Basketball-Fest in der "Blauen" Am Samstag treffen im Finale die beiden Aufsteiger in die Pro A aufeinander. Im ersten Duell mit dem Oldenburger TB haben die Baunacher am Samstagabend (19.30 Uhr) in der Bamberger Graf-Stauffenberg-Halle Heimvorteil. Am Samstag empfängt das Team von Bike-Cafe Messingschlager Baunach um 19.30 Uhr die "Zweite" des Bundesligisten EWE Baskets Oldenburg zum ersten Finalspiel um die Meisterschaft in der Pro B. Am Freitag treffen die beiden Erstligisten in der Brose Arena aufeinander, einen Tag später dann die Farmteams in der ProB. Beide Mannschaften stehen überraschend im Finale und haben sich dadurch auch bereits als sportliche Aufsteiger für die Pro A qualifiziert. Das Finale wird in zwei Spielen ausgetragen, wobei die Ergebnisse beider Spiele addiert werden. Daher geht es im wahrsten Sinne des Wortes um jeden Korb. Wie eng es dabei zugehen kann, hat das letztjährige Finale zwischen Leverkusen und Schwelm gezeigt, wo in der Addition beider Spiele ein einziger Korbpunkt über die Meisterschaft entschieden hat. Genau wie die Baunacher setzten auch die Gäste aus Oldenburg auf eine gezielte Nachwuchsförderung. Sie haben ebenfalls einige sehr talentierte junge Spieler im Kader und sich nach einem eher schwachen Saisonstart stetig gesteigert. Dreh- und Angelpunkt beim Team von Trainer Mladen Drijencic ist der erfahrene Shooting-Guard Mike Taylor, der 20 Punkte pro Spiel erzielt, aber bei 3,7 Assists auch noch ein gutes Auge für seine Mitspieler besitzt. Kevin Smit, der mit einer Doppellizenz auch gelegentlich im BBL-Team auflaufen darf, ist mit 14,4 Punkten pro Spiel der zweitbeste Scorer, gefolgt vom zweiten US-Amerikaner, dem Centerspieler Michael Reves, der 12 Punkte und fast 6 Rebounds pro Spiel auflegt.

Nach diesem Trio folgt eine Vielzahl junger Talente, die sich allesamt im Laufe der Saison an die raue ProB-Luft gewöhnt haben und so den Durchmarsch bis ins Finale erreichen konnten. Jetzt Meisterschaft das Ziel Im Baunacher Lager kannte die Freude nach dem Siegtreffer von Andi Obst mit der Schlusssekunde keine Grenzen mehr. Nach einer extrem spannenden Halbfinalserie konnten sich die Pavic-Jungs knapp, aber verdient gegen die Schwelmer Baskets durchsetzen und so ebenfalls für viele überraschend ins Finale einziehen. Natürlich ist man sehr stolz auf das bisher erreichte, möchte aber natürlich jetzt auch noch alles dafür geben, die zweite Meisterschaft in Folge zu erreichen. Ein riesiger Erfolg für das gesamte Bamberger Basketballprogramm. Natürlich wollen die Jungs von Ivan Pavic die Fans mit begeisterndem Basketball wieder so verwöhnen wie am letzten Samstag.

Über 1200 Fans verließen euphorisiert die Stauffenberghalle und werden wohl alle wieder kommen, um zum letzten Mal in der Saison so eine tolle Stimmung zu erleben. Auf Grund der großen Nachfrage besteht die Möglichkeit, Tickets per E-Mail (pruefender@web.de) bis Samstag, 12 Uhr, vorzubestellen. Die E-Mail sollte den Namen und ob Tickets zum normalen Preis (7 €) oder ermäßigt (4 €) erworben werden wollen, enthalten. Die vorbestellten Karten können am Samstag bis 19 Uhr an der Abholkasse bezahlt werden. Hallenöffnung ist um 18.30 Uhr. Nachdem die letzte Begegnung wegen des Zuschauerandrangs verspätet beginnen musste, werden diesmal alle Besucher gebeten, rechtzeitig zu kommen. Auch der Schulhof (Zufahrt in der Starkenfeldstraße aus Richtung Bahnhof) wird wieder zum Parken geöffnet. Nach dem Spiel sind die Fans noch eingeladen, im Foyer der Halle mit dem Team und den Verantwortlichen den Saisonabschluss zu feiern. Fans feiern die Baunacher trotz Heimniederlage mit stehenden Ovationen Bike-Cafe Messingschlager Baunach verliert das erste Finalspiel gegen die Baskets-Akademie Oldenburg mit 74:82. Beim Team von Trainer Ivan Pavic fehlte die Intensität der letzten Spiele und das Wurfglück an der Dreierlinie.

Über 1300 Fans feuerten die Baunacher im letzten Heimspiel der Saison in der Graf-Stauffenberg-Halle an.

Im ersten Finalspiel um die Meisterschaft in der Pro B mussten sich die Basketballer von Bike-Cafe Messingschlager Baunach der Baskets-Akademie Oldenburg mit 74:82 geschlagen geben. Am Samstag, den 3. Mai, haben die Baunacher die Chance, im Rückspiel in Oldenburg durch einen Sieg mit neun Punkten Differenz die Meisterschaft doch noch nach Oberfranken zu holen. Obwohl alle sportlichen Entscheidungen der Pro-B-Saison gefallen waren, kamen gut 1300 Fans in die Graf-Stauffenberg-Halle und sorgten wieder für "Gänsehautstimmung". Das junge Farmteam der Brose Baskets startete nervös in die Partie, sodass Oldenburg schnell mit 5:0 in Führung ging. "Uns war deutlich anzumerken, dass nach der spannenden Halbfinalserie gegen Schwelm und dem damit verbundenen sportlichen Aufstieg in die Pro A etwas die Spannung und Intensität der letzten Spiele fehlte", analysierte Trainer Ivan Pavic nach der Partie. Sein Team kämpfte sich mühevoll in die Begegnung zurück. Ein Dreier von Daniel Schmidt bescherte den 12:12-Ausgleich in der 7. Minute.

Doch Oldenburg hatte immer die richtige Antwort parat. Angeführt vom überragenden Guard Mike Taylor holten die Gäste bis zur Viertelpause wieder die Führung zurück. Mit 24:19 endete das erste Viertel. Zu Beginn des zweiten Abschnitts hatten die Jungs von Ivan Pavic und Thomas Lorber ihre stärkste Phase. Angeführt von Jörg Dippold verzeichneten die Baunacher einige Ballgewinne, die sie durch Schnellangriffe in einfache Punkte umsetzten. Ein 12:0-Lauf sorgte für Begeisterung bei den vielen Zuschauern. So erspielten sich die Hausherren einen 31:24-Vorsprung in der 14. Minute. Knight bringt sein Team heran Doch die Baskets-Akademie zeigte im Folgenden, warum sie seit Februar fast kein Spiel mehr verloren hat.

Die Mannschaft von Coach Drijencic hatte im Angriff nun ihren Rhythmus gefunden und ging durch kluges Passspiel und sichere Distanzwürfe wieder mit 39:35 in Führung. Marcos Knight war es zu verdanken, dass Baunach mit einem 41:41 in die Halbzeitpause gehen konnte. Die Gäste kamen konzentrierter aus der Kabine und zogen schnell wieder auf 48:41 davon. Coach Pavic war zu einer schnellen Auszeit gezwungen. Doch was die Baunacher auch versuchten, es wollte ihnen im Angriff nicht mehr viel gelingen. Die Dreier, die in den bisherigen Play-off-Serien immer mehr zu einer Stärke wurden, wollten einfach nicht fallen. Am Schluss konnten nur 28 Prozent der Dreierversuche (7 von 25) verwandelt werden, und auch die Gesamtwurfquote war mit 42 Prozent nicht gerade berauschend. "Die Jungs gehen seit Wochen auf dem Zahnfleisch und mussten sich durch diverse Verletzungen bis zum Finale durchbeißen. Das macht sich irgendwann mal bemerkbar", erklärte Pavic dieses Manko.

Mit einem 62:56 für Oldenburg ging es in die letzten zehn Minuten. In der 35. Minute stellten die Baunacher durch viel Kampfgeist den 69:68-Anschluss her, doch ein Dreipunktspiel des US-Centers Reves sorgte schnell wieder für einen Vier-Punkte-Rückstand. Die hohe Foulbelastung und das verletzungsbedingte Ausscheiden von Center Johannes Thiemann verhinderten am Ende einen möglichen Sieg gegen einen sehr guten Gegner aus Oldenburg. "Danke für eine grandiose Saison an die wahnsinnig vielen Fans und vor allem an die Brose Baskets mit Wolfgang Heyder an der Spitze, der durch seine langfristige Jugendarbeit das hier ermöglicht hat", sagte Pavic, der am Ende des Spiels das Hallenmikrofon ergriffen hatte, bevor er und sein Team mit stehenden Ovationen und Sprechchören in die Sommerpause verabschiedet wurden. Zuvor aber wollen die Baunacher noch den Titel im Norden holen, wofür die Chancen gar nicht schlecht stehen. Schließlich gewannen sie von den bisherigen fünf Auswärtspartien in den Play-offs bereits vier.

Bike-Cafe Messingschlager Baunach:

Knight (20), Schmidt (9), Obst (8), Wolf (7), Thiemann (6), Dippold (5), Engel (4), Walde (4), Kratzer (4), McDuffie (4), Dizdarevic (3), Zinn / Baskets-Akademie Oldenburg: Taylor (22), Albrecht (14), Hänig (12), Reves (12), Smit (10), Witte (6), Lockhart (6), Schmikale, Weß, Held / SR: Wipfler, Bohn / Zuschauer: 1300

Jetzt stand das letzte Saisonspiel an und es endete so wie die Saison begann: Baunach beendet Saison mit Sieg Der Aufsteiger gewinnt das Final-Rückspiel in Oldenburg zwar knapp mit 76:74, muss die Meisterschaft aber dem Gegner überlassen.

Oldenburg — Mit dem fünften Sieg im sechsten Play-off-Auswärtsspiel beendeten die Basketballer von Bike-Cafe Messingschlager Baunach eine denkwürdige Saison. Jedoch reichte der 76:74-Erfolg bei der Baskets-Akademie Weser-Ems in Oldenburg nicht ganz zur Pro-B-Meisterschaft, da die Baunacher das Final-Hinspiel mit acht Punkten Differenz verloren hatten. Ein ausgeglichenes erstes Viertel sahen die begeisterten Fans in der ausverkauften Halle. Keine Mannschaft konnte sich mit mehr als drei Punkten absetzen, die Führung wechselte ständig. Dementsprechend ging es mit einem knappen 18:17-Vorsprung für die Gastgeber in den zweiten Abschnitt. Auch hier entwickelte sich ein enges Spiel, auch wenn die Schützlinge von Mladen Drijencic sich auf 27:20 kurzzeitig eine höhere Führung sicherten. Doch prompt schlugen die Baunacher zurück und gingen durch Steffen Walde, Marcos Knight und Andi Obst (jeweils 8 Punkte bis zur Pause) mit 38:37 in die Kabine.

Auffällig war schon zu diesem Zeitpunkt, dass die Gäste den Rebound klar dominierten (29:15), wobei Knight bereits 10 Abpraller auf seinem Konto gutschreiben konnte, während die Oldenburger im Gegensatz zu den Oberfranken (8 Ballverluste) fehlerfrei im Aufbau agierten. Pavic findet die richtigen Worte In der Kabine hatte Coach Ivan Pavic wieder einmal die richtigen Worte gefunden. Seine junge Mannschaft kämpfte jetzt noch aggressiver in der Abwehr. Da die Baunacher nun auch besser trafen, bauten sie den Vorsprung bis zur 23. Min. auf 47:41 aus. Doch das Oldenburg Farmteam kam wieder auf 48:51 (28. Min.) heran. Bis zum Ende des dritten Viertels aber hatten die Baunacher beim Stand von 52:60 den Rückstand aus dem Hinspiel ausgeglichen.

Nachdem der erneut starke Johannes Thiemann erstmals eine zweistellige Führung besorgt hatte, gab es in den nächsten drei Minuten keine Punkte zu verzeichnen, so verbissen kämpften beide Teams. Dann verzeichneten die Brose-Nachwuchsspieler beim Stand von 52:63 den höchsten Vorsprung, doch jetzt zeigte der Amerikaner Mike Taylor seine ganze Klasse und konterte mit zwei Dreiern innerhalb von wenigen Sekunden. Nach einem Dreier von Andi Obst konnten die Baunacher in der 37. Minute beim Stand von 66:74 den Gesamt-Rückstand noch einmal egalisieren, doch in den letzten Minuten schafften es die Norddeutschen durch die frenetische Unterstützung ihrer tollen Fans die letzten Kräfte zu mobilisieren, sodass sie zwar eine Niederlage einstecken mussten, aber insgesamt verdienter Meister der Pro B wurden. Coach Pavic, der den Sieg der Baskets neidlos anerkannte, analysierte nach der Partie: "Allerhöchsten Respekt vor der Leistung meiner Jungs.

Trotz der vielen Spiele der letzten Wochen kämpften alle bis zum Schluss, und wir waren drauf und dran, den Titel nach Baunach zu holen. Nur durch die hohe Foulbelastung in der Schlussphase ist uns dies nicht gelungen. Wir können aber erhobenen Hauptes die Saison abschließen. Ich glaube, wir werden noch etwas brauchen, bis wir ganz realisiert haben, was wir heuer erreicht haben." Daniel Müller, Geschäftsführer der 2. Basketball-Bundesliga, verlieh die Gold- und Silbermedaillen. Er sagte: "Gratulation geht auch an Bike-Cafe Messingschlager Baunach als Vizemeister. Als ebenbürtiger Finalgegner hielten sie die Partie spannend und ließen sich zumindest den letzten Sieg der Saison nicht nehmen."

Bike-Cafe Messingschlager Baunach:
Knight (21), Obst (15), Thiemann (10), Walde (8), Kratzer (7), Engel (5), Schmidt (5), McDuffie (5), Dippold, Dizdarevic, Stabler / Baskets Oldenburg: Taylor (21), Smit (14), Reves (10), Wimberg (9), Witte (6), Weß (5), Lockhart (4), Albrecht (3), Hänig (2), Held, Galler, Schmikale / SR: Oruzgani, Jürgens / Zuschauer: 500

Doch nicht nur die ProB-Mannschaft von Bike-Cafe Messingschlager Baunach sorgte in dieser Saison mit der sportlichen Qualifikation für die ProA für eine große Sensation, auch die anderen Baunacher Teams machten von sich reden. So schaffte die 2. Herrenmannschaft den Aufstieg in die höchste Liga Oberfrankens, die Bezirksoberliga. Im entscheidenden Spiel bezwang die Truppe von Spielertrainer Johannes Müller und Coach Geo Lang die Bischberg Baskets mit 70:59, wobei Tobi Schönhammer (23 Punkte), Moritz Hirmke (18) und John Müller (17) die besten Werfer waren.

Da aus beruflichen Gründen einige Spieler in Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehen, hängt der Aufstieg aber davon ab, ob sich genügend Neuzugänge für die Bezirksoberliga finden lassen.

Von links: Geo Lang, Johannes Müller, Patrick Loch, Marco Liebl, Tobias Schönhammer, Tobias Oppermann, Ahmed Sabbah Hassan, Yannik Wagner, Moritz Hirmke, Christopher Reichenberger, Michael Rott, Christopher Roch. Die 3. Mannschaft sicherte sich den Titel in der Kreisliga B mit nur 2 Niederlagen, da man die punktgleichen Ebermannstädter durch den besseren direkten Vergleich auf den 2. Platz verwies. Im Kreispokal konnte man ebenfalls einen Erfolg verbuchen und bis ins Finale vordringen, wo man aber dem klassenhöheren BBC Eckersdorf mit 57:82 unterlag. xxxxxxxxxxxx Von links: Stefan Reich, Thomas Albrecht, Julian Carpenter, Coach Jochen Friedrich, Justin Harcourt, Simon Limpert, Clemens Will, Oliver Böhm, Hansi Dinkel, Dieter Groh, Ralf Schmidt, Jürgen Reich. Den Triumph machten die Baunacher Damen perfekt, die sich den Titel in der Bezirksliga sicherten. Eine einzige Niederlage müssten die Mädels von Coach Claus Meixner gegen die DJK Eggolsheim hinnehmen, aber auch bei ihnen reichte der bessere direkte Vergleich zur Meisterschaft.

Hinten von links: Claus Meixner, Kathrin Baier, Tanja Mausolf, Johanna Ludwig; vorne: Julia Maisel, Mareike Fuchs, Annalena Bentele, Sigrid Reinfelder.