logoproa logobrosebaskets
« zurück zur News Übersicht
Mail
09. Januar

In Gießen nur Außenseiter

Am Sonntag (18 Uhr) steht für die Baunacher ein sehr schweres Auswärtsspiel in der Sporthalle Ost in Gießen auf dem Programm. Der Tabellenfünfte der BARMER 2.Basketball Bundesliga, die Depant GIESSEN 46ers Rackelos, hat nur einen Sieg weniger auf dem Konto als die Baunacher und konnte schon das Hinspiel in Strullendorf mit 92:85 nach Verlängerung für sich entscheiden. 

newsimagedetail

Vor allem mit den körperlich robusten Gegenspielern wie der ehemalige A-Nationalspieler Johannes Lischka, Filip Krämer (sein Bruder David spielte für Ulm in der BBL und wäre beinahe im Team der Phoenix Suns untergekommen) oder Leon Okpara hatten die Young Pikes ihre Schwierigkeiten und konnten nicht verhindern, dass allein diese drei Spieler 59 Punkte erzielen konnten, die meisten davon in der Zone oder an der Freiwurflinie. Dazu kommen noch US-Guard Wyatt Lohaus, der im Hinspiel wegen Foulproblemen nur wenig eingesetzt wurde, Jugend-Nationalspieler Tim Köpple oder Tim Uhlemann, die in dieser Saison bereits für die erste Mannschaft der 46ers in Liga eins aufliefen und trotzdem regelmäßig in der ProB eingesetzt werden. Lischka ist mit im Schnitt 17,1 Punkten auch der Topscorer seines Teams, gefolgt von Lohaus (16,8 Zähler), Okpara (11,1) und Krämer (9,5), die aus der Truppe des Trainerduos Rolf Scholz/Lutz Mandler herausragen. Ein weiterer bekannter Name ist David Amaize, dessen Bruder Robin als Nationalspieler in Oldenburg unter Vertrag steht. Mit seinen 18 Jahren ist David einer der jüngsten Spieler im Kader, kommt aber bereits auf knapp 10 Minuten Einsatzzeit, genauso wie Sebastian Brach, der noch ein Jahr jünger ist und kürzlich eine Einladung zur Sichtungsmaßnahme der deutschen U 18-Nationalmannschaft erhalten hat.

Am letzten Sonntag riss allerdings mit einer 82:88 Heimniederlage gegen den BBC Coburg die Siegesserie der GIESSEN 46ers Rackelos. Cheftrainer Rolf Scholz hatte die Gründe für die überraschende Pleite schnell ausgemacht: „Wenn man sich zu Hause 18 Turnover leistet, muss man sich an die eigene Nase fassen. Da wir zugleich den Ball in der Offensive nicht so gut geteilt haben, kamen wir zu weniger einfachen Körben.“

Bei den Baunachern herrschte dagegen nach dem 77:73 Heimsieg gegen Erfurt Erleichterung. Einerseits war man gut in das neue Jahr gestartet, andererseits hatte man mit einer engagierten und auch spielerisch überzeugenden Leistung zwei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Einzug in die Playoffs geholt. Auch die mentale Frische, die nach der Weihnachtspause zurückgekehrt ist, machte sich positiv bemerkbar. Ob zwei weitere Punkte aus Hessen mitgenommen werden, hängt sicherlich auch mit der Aufstellung der Baunacher zusammen. Schließlich fehlen neben den Langzeitverletzten Nico Wolf und Kay Bruhnke mit Brandon Tischler, Leon Bulic und Felix Edwardsson drei aktuelle Leistungsträger und man wird abwarten müssen, ob Spieler für das gleichzeitig stattfindende Pokalspiel von Brose Bamberg gegen Alba Berlin abgestellt werden.

Coach Mario Dugandzic schätzt das Spiel so ein: „Das wird eine schwere Aufgabe auswärts. Die Gießener spielen mit sehr viel Physis, mit der wir schon im Hinspiel Probleme hatten. Leider gehen wir als klarer Außenseiter in dieses Spiel, da uns weiterhin die verletzten Jungs fehlen. Außerdem wissen wir noch nicht, ob Mateo Seric und Moritz Plescher zur Verfügung stehen, denn parallel findet das Pokal Halbfinale von Brose Bamberg statt. Nichtsdestotrotz wollen wir uns zusammenraufen und versuchen unser Bestes zu geben. Vielleicht nutzt ja der ein oder andere jüngere Spieler seine Chance.“