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22. Spieltag Saison 2019/2020
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07. März

Spiel verloren – Heimrecht gewonnen

Nach einer Serie von drei erfolgreichen Auswärtsspielen mussten die Baunach Young Pikes am letzten Spieltag der Hauptrunde in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga eine 82:93 Niederlage gegen die TG s.Oliver Würzburg hinnehmen. Dennoch reichte es für die Gastgeber nach der Schützenhilfe von Hanau (Sieg gegen Gießen) zum vierten Tabellenplatz, sodass sie in den nun folgenden Play-offs Heimrecht in der ersten Runde genießen, in der sie am kommenden Samstag (20:30 Uhr) in Strullendorf auf die VfL SparkassenStars aus Bochum treffen.

Vor einer stimmungsvollen Kulisse in der rappelvollen Hauptsmoorhalle begann die Partie recht ausgeglichen, wobei die Gäste aus Würzburg meistens die Nase vorne hatten. Schon im ersten Viertel erzielte ihr überragender Amerikaner Cameron Hunt 11 Punkte und bereitete den Gastgebern große Probleme. Erst mit einem Dreipunktespiel durch Kapitän Marvin Heckel gelang ihnen die 22:20 Führung, bevor es nach dem Ausgleich durch Hunt in die erste Viertelpause ging.

Im zweiten Abschnitt konnten den Unterfranken ihre bekannten Stärken noch besser zum Tragen zu bringen. Immer wieder brachten sie durch schnelles Umschalten ihren Center Jonas Weitzel ins Spiel. Mit relativ einfachen Abschlüssen gelang es ihm bis zur Pause bereits 17 Punkte zu verbuchen. Außerdem hatte er bereits acht Rebounds auf seinem Konto und damit zur deutlichen Reboundüberlegenheit (25:15) der Gäste beigetragen. So konnten sie mit einer relativ klaren 47:35 Führung in die Halbzeitpause gehen.

Nach dem Wechsel bekamen die 520 Zuschauer dann eine wesentlich konzentriertere Baunacher Leistung zu sehen. Nachdem man auch in der Abwehr zwei Gänge höher schalten konnte, gelang es nach und nach heranzukommen. Nicholas Tischler, Daniel Keppeler und Moritz Plescher waren in erster Linie dafür verantwortlich, dass ihr Team unter dem Jubel der begeisterten Fans in der 29. Minute zum 62:62 ausgleichen konnte und das Spiel schien zu kippen. Ein schwieriger Würzburger Dreier von Hadenfeldt aber sorgte wieder für Ruhe in der Halle und die TG konnte letztendlich mit einer 67:62 Führung in den letzten Abschnitt gehen.

Hier versuchten die Schützlinge von Coach Mario Dugandzic vor allem durch Mateo Seric noch einmal alles, um dem Spiel eine Wende zu geben, doch gelang es ihnen nie näher als auf drei Punkte heranzukommen. In den letzten Minuten ließen die Kräfte dann etwas nach, sodass in der 37. Minute beim Stand von 74:85 eigentlich schon klar war, wer diese Partie für sich entscheiden sollte.

Mario Dugandzic wollte nach dem Spiel die Niederlage auch nicht überbewerten: „Wenn mir jemand vor der Runde gesagt hätte, dass wir in den Play-offs Heimrecht haben werden, hätte ich das sofort unterschrieben. Ich bin für die Jungs glücklich, dass sie es so hinbekommen haben. Es war keine einfache Runde, aber wir haben jedes Wochenende immer wieder toll gekämpft und improvisiert und immer wieder neue Leute versucht zu installieren und in Position zu bringen, wo sie sich entwickeln. Unterm Strich muss man sagen, dass wir mit den Play-offs nicht nur unser Saisonziel erreicht, sondern auch tatsächlich das Heimrecht erspielt haben. Heute hat es mich ein bisschen geärgert, dass wir den Fluss aus den letzten drei Auswärtsspielen zu Hause nicht fortführen konnten. Cameron Hunt hat uns viele Probleme bereitet. Wir mussten immer wieder reagieren, doch es spricht wieder für die Mannschaft, wie wir da reagiert haben, wieder zurück ins Spiel kommen, wie wir sogar ausgleichen. Dann schaffen wir es leider nicht, in Führung zu gehen und ja, dann schwinden die Kräfte und wir verlieren. Das ist ärgerlich, aber wieder eine Sache, aus der wir lernen müssen und vielleicht auch in den Play-offs von diesem Lernprozess profitieren können.“

Baunach Young Pikes: Plescher (18/ 6 Dreier), Seric (17/3), N. Tischler (13), Heckel (12/1), B. Tischler (7/1), Keppeler (6), Baggette (5/1), Bulic (4), Köppel, Überall.

TG Würzburg: Weitzel (31), Hunt (27/2), Hadenfeldt (14/2), Albus (11/2), Stechmann (7/1), Eisenberger (2), Böhmer (1), Leonhardt, Jaschewski.