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Saison 2018/19

 

Mit einem neuen Trainergespann (Felix Czerny/Mario Dugandzic) und einer jungen Mannschaft, die auf Amerikaner verzichten wollte, gingen die Baunach Young Pikes in ihre 5. Saison in der zweithöchsten deutschen Liga, der ProA. Ziel war es nach der letzten Zittersaison diesmal, einen gesicherten Mittelfeldplatz zu erreichen und einmal nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.

Nach der erwarteten Niederlage zum Saisonauftakt in Hamburg und dem unglücklichen Ausgang in Rostock, als man den Sieg schon fast sicher hatte, um dann in der Verlängerung zu verlieren, starten die Baunacher eine Siegesserie, sodass sie nach dem 7. Spieltag mit 8 Punkten auf einem hervorragenden 5. Platz lagen. Doch dann folgte eine Serie von 12 Pleiten, bevor man knapp gegen Schalke wieder gewinnen konnte. Nach einer deftigen Schlappe in Hanau entschied man sich nach dem 23. Spieltag Felix Czerny zu entlassen und Mario Dugandzic die Verantwortung zu übertragen. Doch es war zu spät, sodass die Young Pikes bereits nach dem 26. Spieltag als Absteiger fest standen.

Nach Saisonende war im Fränkischen Tag unter der Überschrift „Baunach Young Pikes: neue Liga, neue Halle“ folgendes Interview zu lesen: Nach fünf Jahren in der ProA sind die Baunach Young Pikes aus der zweithöchsten deutschen Basketball-Spielklasse abgestiegen. Teammanager Jörg Mausolf spricht im Interview über die Herausforderung ProB und die Suche nach einer neuen Heimspielstätte, da die Gaf-Stauffenberg-Halle aufgund von Sanierungsarbeiten für knapp zwei Jahre nicht zur Verfügung steht.

War die Mannschaft zu schwach besetzt für die ProA?

So, wie sie geplant war, eigentlich nicht. Die Kreuzbandverletzung von Eddy Edigin kurz vor Saisonbeginn hat uns natürlich gleich schwer getroffen. Es war auch angedacht, dass William McDowell-White den Großteil der Spiele bei uns absolvieren wird und Leon Kratzer ab und an bei uns auflaufen kann. Der Abgang von beiden hat uns natürlich extrem geschwächt. Dazu kamen die langwierigen Verletzungen von Nico Wolf und Kay Bruhnke, die beide nicht mal ein Drittel der Spiele absolvieren konnten. Bei Louis Olinde verhält es sich ein wenig anders. Er hat den Sprung zum vollwertigen Rotationsspieler bei Brose Bamberg geschafft, so dass er keine Spielpraxis bei uns mehr sammeln musste. Marvin Heckel war am Ende der einzige Spieler im Kader, der alle Begegnungen absolviert hat. So waren die Trainer oftmals gezwungen, Spieler aufs Feld zu schicken, denen eigentlich in dieser Saison noch keine so große Rolle zugedacht war. Diese junge Garde um Elias Baggette, Moritz Plescher und die beiden Brüder Nicholas und Brandon Tischler hat ihre Sache zwar gut gemacht. In Summe hat dann einfach die Substanz gefehlt, um die nötigen Siege einzufahren. 

Welche Veränderungen wird es im Kader nach dem Abstieg geben?

Es ist noch zu früh, um konkrete Aussagen zu machen. Ein Großteil des Teams hat aber noch Verträge für die kommende Saison. Einzig bei Adam Pechacek und Eddy Edigin laufen diese aus. Adam wird den Weg in die ProB sicher nicht mitgehen, und auch bei Eddy bin ich nicht sehr zuversichtlich. Matej Jelovcic wird ebenfalls nicht mehr für uns auflaufen. Unsicher ist auch noch die Zukunft von Kristian Kullamäe, der zwar noch einen Vertrag für die nächste Saison besitzt, durch seine guten Leistungen aber das Interesse von einigen höherklassigen Klubs, auch aus dem Ausland, geweckt hat. Henri Drell, der in seine vierte Saison in Bamberg geht und daher als deutscher Spieler gilt, soll fest zum Brose-Kader gehören und wird mit einer Doppellizenz weiter für uns auflaufen. Es wird also überwiegend mit dem Stamm der letzten Saison weitergehen. Ob es den ein oder anderen Neuzugang geben wird, muss man abwarten. Wenn, dann werden es junge deutsche Spieler mit Perspektive sein, denn die Ausrichtung bleibt nach wie vor die Entwicklung von Spielern.

Wie geht es weiter mit Trainer Mario Dugandzic?

Mario hat noch zwei Jahre Vertrag. Er identifiziert sich voll und ganz mit dem Programm.

Ich bin wirklich froh, ihn hier zu haben.

Was sind die Ziele in der ProB?

Wir werden sicher nicht den Fehler machen und die ProB unterschätzen. Deshalb wäre es auch vermessen, zum jetzigen Zeitpunkt sofort vom Wiederaufstieg zu sprechen. Wir werden wieder mit einer sehr jungen Mannschaft an den Start gehen. Unser primäres Ziel wird es sein, athletischen und attraktiven Basketball zu spielen, um die Fans wieder zurück in die Halle zu bringen. Natürlich hoffe ich, dass wir mit der talentierten Truppe mehr Spiele gewinnen als in den letzten Jahren und es in die Play-offs schaffen. Eine Zitterpartie um den Klassenerhalt haben wir jetzt oft genug erlebt. Ein sofortiger Wiederaufstieg in die ProA ist aber auch wegen der Hallenproblematik mittelfristig sehr schwer zu realisieren. Auch der Konsolidierungskurs von Brose Bamberg geht an uns nicht spurlos vorbei. Der Etat wird deutlich niedriger sein als die Jahre zuvor.

Wo werden die Young Pikes ihre Heimspiele in der nächsten Saison austragen?

Es steht zwar noch nicht zu hundert Prozent fest, aber die Tendenz geht zum Basketball-Center Hauptsmoor, der Trainingshalle von Brose Bamberg. Wir haben viele Optionen geprüft, auch die Freedom Fitness Facility auf dem Gelände der Bundespolizei. Es gibt hier eine große Bereitschaft von den Verantwortlichen der Bundespolizei und der Bima, uns zu helfen. Wir hätten in diese Halle aber mindestens 10 000 Euro investieren müssen, von den laufenden Kosten ganz zu schweigen. Letztendlich stehen der Aufwand und vor allem die Kosten in keinem Verhältnis zum Nutzen, so dass wir vermutlich die kleinere Variante mit der Halle in Strullendorf anstreben. Ich habe diesbezüglich schon Gespräche mit den Liga-Verantwortlichen geführt. Es muss nur noch der Nachweis erbracht werden, dass die Halle über eine Kapazität von 500 Zuschauern verfügt, was definitiv der Fall ist.

Wir wollen dann solange im Basketball Center Hauptsmoor spielen, bis die Blaue fertig renoviert ist. Alle anderen Hallen in Bamberg und Umgebung sind komplett belegt oder nicht für den Spielbetrieb in der ProB zugelassen.

Würden Sie sich wünschen, dass die Baunacher Verantwortlichen stärker in die Kaderplanungen involviert werden? Schließlich trägt das Farmteam von Brose Bamberg den Namen des Vereins, dessen Basketball-Abteilungsleiter Sie ja auch sind.

Es ist ja nicht so, dass ich komplett außen vor gelassen werde. Yassin Idbihi, der federführend die Rekrutierung leitet, ist im regen Austausch mit mir. Allerdings werden die Spieler komplett von Brose Bamberg bezahlt, so dass die Verantwortlichen auch die Entscheidungshoheit haben. Mein langjähriger Vorgänger als Abteilungsleiter, Jochen Hirmke, und ich haben aber dem Geschäftsführer von Brose Bamberg, Arne Dirks, angeboten, uns da mehr einzubringen.

Was wünschen Sie sich von der neuen Saison in der ProB?

Ich hoffe, dass unsere treuen Fans den Umzug nach Strullendorf mitmachen und uns unsere Sponsoren die Treue halten. Die letzte Saison war nicht einfach für uns alle. Nach drei Jahren, in denen wir immer um den Klassenerhalt kämpfen mussten, wünsche ich mir eine Saison, in der wir von Anfang an verletzungsfrei bleiben und tollen Basketball mit mehr Siegen als Niederlagen zeigen, mit einem jungen und talentierten Team. Das haben sich auch die unermüdlichen Helfer verdient, die in großer Zahl seit Jahren tolle ehrenamtliche Arbeit leisten und den Spielbetrieb erst möglich machen.

 

Bei den anderen Mannschaften des FC Baunach gab es Licht und Schatten: Unsere Damen belegten in der Bezirksoberliga einen guten 3. Platz, während die 2. Herrenmannschaft nach einer wechselhaften Saison im Mittelfeld der Bezirksliga landete. Die Dritte konnte gerade noch den Klassenerhalt in der Bezirksklasse sichern.

Bei den Jugendmannschaften erfreute die U14 mit Coach Niklas Ruckdeschel, die in der Bezirksklasse Meister werden konnte.

Außerdem nahmen eine U16, eine U12 und eine U10 am Spielbetrieb teil, die alle in der Bezirksklasse antraten und überwiegend Mittelfeldplätze belegten. Erfreulich war, dass erstmals in der Abteilungshistorie eine U8 gemeldet werden konnte, die auf Anhieb in der Bezirksoberliga 4 Siege in 12 Spielen schaffte.